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Mattuschka in Berlin gefeiert – bald auch in Cottbus?

Torsten Mattuschka wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
Torsten Mattuschka wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. FOTO: dpa
Berlin/Cottbus. Torsten Mattuschka genoss den Moment in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle. Ein Großteil der 8000 Zuschauer hatte sich von den Sitzen erhoben, als der ehemalige Kapitän des 1. FC Union bei der Siegerehrung des 9. AOK-Traditionsmasters ausgezeichnet wurde. jal/mit dpa

"Torsten Mattuschka, du bist der beste Mann", schallte es von den Rängen wie einst im Stadion An der Alten Försterei.

Womöglich wird der 36-Jährige bald ähnlich herzlich in der Lausitz empfangen. Am Rande des Testspiels gegen den VfB Krieschow bestätigte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz, dass man aktuell mit Mattuschkas Club VSG Altglienicke über ein Testspiel spreche. Das soll am besten am Donnerstag, 26. Januar, im Stadion der Freundschaft ausgetragen werden - also genau eine Woche vor dem Cottbuser Punktspielstart.

Mattuschka, dessen Union-Team im Turnier-Finale Borussia Mönchengladbach 1:3 unterlag, war in Berlin zum besten Spieler gewählt worden. Mit sechs Treffern heimste er auch den Titel des Torschützenkönigs ein, den er allerdings nicht annahm. "Ich verzichte darauf, weil ich drei irreguläre Tore geschossen habe", erklärte er. Mattuschka hatte beim 5:2-Gruppensieg im stimmungsvollen Derby gegen Hertha BSC drei direkte Freistoßtreffer erzielt - in der Halle sind aber nur indirekte Freistoßtore erlaubt. Der Schiedsrichter hatte das nicht beachtet.

Trotzdem freute sich der 36-Jährige über die Huldigung des Publikums: "Das ist geil, Gänsehaut pur", schwärmte Mattuschka, "meine Auszeichnungen hätte ich aber gerne mit dem Turniersieg getauscht", sagte Mattuschka, der beim fünftklassigen Oberligisten VSG Altglienicke kickt. Seit seinem Abschied vor zweieinhalb Jahren lief er erstmals wieder im Trikot der "Eisernen" auf und verzückte damit die Union-Anhänger. "Natürlich ist das etwas Besonderes für mich", gestand er ein, "jetzt gibt es erstmal ein, zwei Kaltgetränke."

Neben Mattuschkas erstem Auftritt im Union-Traditionsteam sorgte die Teilnahme der Iceland Legends für Stimmung. Zu Beginn führten die mit Wikingerhelm bekleideten Isländer den "Huu, Huu"-Schlachtruf auf, der bei der EM 2016 so populär war. Sportlich hatte die Mannschaft um den ehemaligen Herthaner Eyölfur Sverisson allerdings nichts zu melden.

Während sich Union im Halbfinale mit 6:1 gegen Vorjahressieger Nürnberg durchsetzte, zog Hertha gegen Mönchengladbach knapp den Kürzeren und unterlag 4:5. Im Spiel um den dritten Platz aber wussten die Altstars des Bundesligisten ihre Fans noch einmal zu begeistern. Beim fulminanten 6:1-Sieg über Nürnberg überzeugte insbesondere der dreimalige Torschütze Dariusz Wosz. Der wird auch bald in der Lausitz zu erleben sein: beim Traditionsturnier am Wochenende in Senftenberg.