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| 18:36 Uhr

Fußball
Noch ein Power-Papa bei Energie: Marcelo trifft nach „befreiendem Gespräch“

Das Cottbuser Mittelfeld-Duo Marcelo und Maximilian Zimmer funktionierte dieses Mal gut.
Das Cottbuser Mittelfeld-Duo Marcelo und Maximilian Zimmer funktionierte dieses Mal gut. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Der Herzensjubel über das Siegtor des frischgebackenen Vaters Streli Mamba war am Wochenende die große Baby-Lovestory bei Energie Cottbus. Doch es gibt eine weitere Power-Papa-Geschichte beim FCE. Von Jan Lehmann und Paul Resagk

Der Herzensjubel über das Siegtor des frischgebackenen Vaters Streli Mamba war am Wochenende die große Baby-Lovestory bei Energie Cottbus. Nicht einmal 24 Stunden nach der Geburt seines Sohnes Lyonel hatte der Angreifer mit seinem bemerkenswerten Rückwärts-Liegend-Lupfer das 2:1 gegen den FSV Zwickau erzielt. Er war damit Matchwinner und steht sicher auch am Mittwochabend beim Nachholspiel gegen den Halleschen FC (19 Uhr/LR-Liveticker) im Stadion der Freundschaft wieder im Mittelpunkt.

Doch der schwer erkämpfte Cottbuser Heimerfolg gegen Zwickau hatte noch eine weitere Power-Papa-Geschichte zu erzählen – die des Brasilianers Marcelo. Mit seinem wichtigen Ausgleichstor hatte der 24-Jährige die Cottbuser direkt vorm Halbzeitpfiff wieder ins Spiel gebracht.  Ein toller Treffer, bei dem Marcelo etwa 30 Meter vor dem Tor den Ball bekommen hatte. Energisch wie lange nicht drängte der Brasilianer an zwei Zwickauern vorbei und schaufelte den Ball mit der Pike ins Netz. Marcelo beschreibt: „Ich habe erst nach links geschaut, weil Mamba frei war. Aber dann gab es eine Lücke und ich war durch. Ich hatte die Möglichkeit zu schießen. Zum Glück war er drin.“

Tatsächlich war dieser Treffer enorm wichtig. Die Zwickauer haderten mit dem späten Ausgleich, Schiedsrichter Patrick Hanslbaur schickte die Mannschaften danach sofort in die Kabine. FSV-Kapitän Toni Wachsmuth schimpfte: „In der 47. Minute bekommen wir ein ­Gegentor – auswärts, nach einer Führung. Das ist einfach zu simpel, viel zu naiv.“

Für Marcelo war dieser Treffer indes die Bestätigung einer starken Leistung im Mittelfeld. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz berichtete am Montag von einem wichtigen Sechs-Augen-Gespräch, das er gemeinsam mit dem Brasilianer und Maximilian Zimmer geführt habe. „Ich hatte das Gefühl, dass sie sich vorher immer ein bisschen selbst im Wege standen. Das war ein befreiendes Gespräch, sie haben im Mittelfeld besser harmoniert.“

Cottbus war mit dem Ausgleich zurück in der Partie und konnte nach dem spektakulären Mamba-Siegtor die große Baby-Party mit dem Angreifer feiern. Teamkollege Marcelo betonte: „Ich freue mich für Mamba. Ich kann die Gefühle nicht beschreiben, wenn man Vater wird.“ Marcelo hat mit seiner Frau Scarlett bereits seine achtjährige Tochter Heloa. Bereits als 16-Jähriger hatte Marcelo einst in Brasilien Verantwortung für sein Kind übernommen, die Familie inzwischen nach Deutschland geholt.

Und er verrät der RUNDSCHAU, was ihm neuen Schwung gibt: „Meine Frau ist wieder schwanger, wir bekommen das zweite Kind. Was man da fühlt, kann man nicht in Worte fassen.“ Im Frühjahr wird der Nachwuchs erwartet. Die FCE-Fans dürfen sich also schon auf die nächste Papa-Party im Stadion der Freundschaft freuen.