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| 12:06 Uhr

Fußball
Mambas „Sensationstor“ als nächstes Bewerbungsschreiben

Streli Mamba (l.) hat eine bemerkenswerte Torquote beim FCE. Am Sonntag gegen den Berliner AK erzielte er äußerst sehenswert seinen 15. Saisontreffer.
Streli Mamba (l.) hat eine bemerkenswerte Torquote beim FCE. Am Sonntag gegen den Berliner AK erzielte er äußerst sehenswert seinen 15. Saisontreffer. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Streli Mamba macht bei Energie Cottbus einfach weiter mit dem Toreschießen. Am Sonntag traf er spektakulär und bleibt damit auf dem Weg in einen elitären Cottbuser Club. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Nur noch fünf! FCE-Torjäger Streli Mamba fehlen noch fünf Saisontreffer für den Eintritt in den elitären Club der Zwanziger beim FC Energie Cottbus. Bisher haben es nur vier Spieler geschafft, mehr als 20 Tore innerhalb einer Saison zu erzielen: Heinz Stamer, Peter ­Effenberger, Nils Petersen und Detlef Irrgang. 

Mit seiner überragenden Quote von 15 Treffern aus 16 Spielen ist Mamba nun auf bestem Weg dahin, die Runde dieser Helden der Cottbuser Vereinsgeschichte zu erweitern. Das ist ziemlich bemerkenswert, weil der 23-Jährige in diesem Spieljahr wegen hartnäckiger Hüftprobleme und eines Muskelfaserrisses bereits sieben Partien verletzt verpasst hat.

Doch jetzt ist Mamba wieder fit und schrieb am Sonntag mit einem tollen Treffer per Fallrückzieher das nächste Bewerbungsschreiben an den Club der Zwanziger. Das Tor zum Ausgleich gegen den Berliner AK war wichtig für die nach dem 2:1-Heimsieg weiterhin ungeschlagenen Cottbuser – und sehenswert obendrein.

Mamba beschreibt: „Ich habe den Ball in der Luft gesehen und hatte nicht viele Möglichkeiten, ihn zu verarbeiten. Da habe ich mir gedacht: ,Komm, schmeiß dich einfach mal in die Luft und versuche den Ball irgendwie zu treffen.‘“ Gesagt, getan – und etwas Glück war auch dabei. Der Torjäger gibt zu: „Ich habe es gar nicht richtig gesehen und den Ball auch gar nicht so richtig getroffen. Dann habe ich nur gesehen, dass der Ball dahinten ins Eck geflogen ist und die Leute gejubelt haben. Es freut mich natürlich, dass ich so ein Sensations-Tor geschossen habe.“

Doch trotz des tollen Treffers und der überragenden Torquote in dieser Saison, versucht Mamba seine Leistungen richtig einzuordnen. Er erinnert daran: „Letzte Saison habe ich gar nicht so ordentlich gespielt, erst gegen Saisonende. Dass ich jetzt 15 Tore habe, macht mich zufrieden und zeigt, wie die Mannschaft mich trägt, und das Publikum, und der Trainer.“

Für Claus-Dieter Wollitz ist das Tor der nächste Lohn dafür, trotz einiger Irrungen um den Angreifer weiter auf Mamba gesetzt zu haben. Und sollte es der Torjäger nun tatsächlich in den Club der Zwanziger schaffen, wäre das auch für Wollitz ein Erfolg. Schließlich hatte er in der Saison 2010/11 auch seinen Anteil daran, dass damals Nils Petersen die magische Marke erreichen konnte.