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| 17:24 Uhr

Fussball
Lob und Kritik für Grundmann (mit Video)

Max Grundmann feiert nach dem Sieg in Luckenwalde den Meistertitel.
Max Grundmann feiert nach dem Sieg in Luckenwalde den Meistertitel. FOTO: Sven Bock
Cottbus. Max Grundmann zeigt bei Energie Cottbus gerade, dass der junge Innenverteidiger eine Alternative für die drei entscheidenden Partien im Mai ist. Am Sonntag spielt der FCE bei Viktoria Berlin. Von Frank Noack

Es kann gut sein, dass Max Grundmann beim Spiel von Energie Cottbus bei Viktoria Berlin wieder zurück auf die Bank muss. Es kann aber auch sein, dass der 19-jährige Youngster an diesem Sonntag (13.30 Uhr, LR-Liveticker, rbb-Livestream) zum vierten Mal in Folge in der Startformation des Regionalliga-Spitzenreiters und Meisters steht. Denn der Innenverteidiger ist die Entdeckung der zurückliegenden Wochen, als FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz verstärkt auf die jungen Spieler im Kader setzte.

Und die Bilanz von Max Grundmann in diesen drei Partien in der Startelf kann sich wahrlich sehen lassen. Energie gewann zwei Mal und spielte außerdem am Mittwoch beim BFC Dynamo remis. „Grundmann war der Gewinner der ersten beiden Spiele. Er hat mit Souveränität, Sicherheit und Überzeugung gespielt“, lobt Wollitz.

Am Mittwoch in Berlin bekam der Youngster dann zum ersten Mal die Härte des Profifußballs zu spüren. Vor dem ersten BFC-Tor wurden Grundmann & Co. auf der rechten Abwehrseite wie ein Schülerteam ausgespielt. Trotzdem wollte Wollitz dem Nachwuchsspieler keinen Vorwurf machen: „ Diesmal war er nicht gut – genau wie die gesamte Mannschaft. Aber ihm mache ich da keinen Vorwurf. In den Spielen davor hat die Mannschaft insgesamt besser gearbeitet.“

Zumal Max Grundmann ein Verteidiger für die Zukunft ist. Seit 2011 spielt der gebürtige Havelländer beim FC Energie. Damals wechselte er vom SV Zehdenick nach Cottbus und wurde Schüler der Lausitzer Sportschule. Im vergangenen Jahr hat Grundmann das Abitur gemacht und kann sich seitdem ganz auf den Fußball konzentrieren. Diese Fokussierung hat sich gelohnt – nicht nur wegen der drei Spiele in der Startelf. „Es hat Spaß gemacht, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Gerade die älteren, erfahrenen Spieler geben mir viele Tipps. Zum Beispiel, wie man den einen oder anderen Ball besser spielen oder wie man besser stehen könnte“, erzählt der Youngster.

Grundmann hat gezeigt, dass er der Mannschaft helfen kann, wenn zum Beispiel ein Leistungsträger wie Marc Stein krankheitsbedingt pausieren muss. An diesem Sonntag ist der Kapitän zwar wieder dabei, dafür fällt mit Lasse Schlüter ein anderer Verteidiger wegen einer Knie­verletzung aus.

Egal, ob Max Grundmann am Sonntag spielt oder nicht: Wenn es im Mai in das Pokalfinale gegen den SV Babelsberg sowie die beiden Aufstiegsspiele geht, könnte er zu einer ganz wichtigen Alternative werden. Neben Spielpraxis hat der Youngster auch Selbstvertrauen getankt. „Ich freue mich schon auf die drei wichtigen Spiele im Mai und hoffe, dass wir da das Maximale rausholen können“, blickt er voraus.

Seinen ersten Profivertrag hat Max Grundmann im vergangenen Sommer unterschrieben. Er läuft zwar im Juni aus, verlängert sich aber im Falle des Aufstiegs automatisch um ein weiteres Jahr.

Beim FC Energie plant man jedenfalls fest mit dem Innenverteidiger. „Gemeinsam mit Malte Karbstein und Philipp Knechtel sowie Tor­hüter Avdo Spahic kann er die ganz große Zukunft von Energie Cottbus werden“, ist Trainer ­Wollitz überzeugt.