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| 18:29 Uhr

Fußball
Die Ersatzbank bei Energie lebt

Wichtiges Tor: Felix Geisler erzielte im Pokal den Siegtreffer.
Wichtiges Tor: Felix Geisler erzielte im Pokal den Siegtreffer. FOTO: Sven Bock (FuPa Brandenburg)
Cottbus. Mit Felix Geisler schießt im Pokal wieder einmal ein Wechselspieler den FC Energie Cottbus zum Sieg. Doch Alternativen sind rar - werden aber dringend gebraucht. Von Frank Noack

Der Kleinste kam am Ende im wahrsten Sinne des Wortes groß heraus. Als Einwechsler schoss Felix Geisler Energie Cottbus am Sonntag beim 1:0 (0:0)-Sieg bei ­Union Fürstenwalde in das Viertelfinale des Brandenburger Fußball-Landespokals. Nach dem Schlusspfiff kletterte der nur 1,68 Meter große Offensivspieler dann auf die Balustrade am Spielertunnel, um für ein Foto mit den FCE-Fans auf Augenhöhe zu sein. „Ich denke, ich habe als Einwechsler einen guten Impuls geben ­könnten“, freute sich der gebürtige Luckauer über seinen wichtigen Treffer in der hektischen Partie.

Energie Cottbus erlebte in Fürstenwalde ein zuletzt verschollenes Gefühl: Es gab ein Lebenszeichen von der Ersatzbank! Mit Felix Geisler schoss wieder einmal ein Wechselspieler das Team zum Sieg. In der 3. Liga hatte sich diese Problematik in den vergangenen Wochen zu einem veritablen Problemfall entwickelt. Denn von der Bank kamen zwar Spieler in die Partie –  aber eben nur selten Impulse. Und eine Wende schon gar nicht. „Seit langem sind wir mal wieder durch einen Wechsel erfolgreich geworden. Das ist mehr denn je wichtig für uns“, erklärt ­Trainer Claus-Dieter Wollitz mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga.

An diesem Samstag gastiert der Aufsteiger bei Fortuna Köln (14 Uhr). Und auch dann kann der FCE diese Impulse von der der Bank mit Sicherheit gut gebrauchen. Vor allem Felix Geisler hat in Fürstenwalde nachgewiesen, dass er bereit für diese Rolle ist. Nach einer ­Durstrecke in den vergangenen Wochen meldete sich der kleine Flügelspieler nicht nur wegen des Tor des Tages wiedererstarkt zurück. „Jeder Treffer gibt Selbstvertrauen“, erklärt Geisler. „So ein Erfolg im Pokal kann auch tragen. Dieses Erfolgser­lebnis müssen wir jetzt mit in die ­Trainingswoche nehmen, um dann in Köln die nächsten drei Punkte zu holen. Das wäre wichtig für uns und auch für das gesamte Umfeld, damit wieder etwas mehr Ruhe einkehrt.“ Energie liegt derzeit auf Platz 14 – punktgleich mit den Abstiegsrängen. Und Alternativen von der Bank sind weiterhin rar. Kevin Scheidhauer kam am Sonntag in Fürstenwalde zwar zu seinem Comeback, hat aber nach langer Verletzungspause noch einen weiten Weg vor sich, um an die gewohnte Leistungsstärke anzuknüpfen. Scheidhauer musste seit August pausieren. Seine persönliche Bilanz des Comebacks fiel entsprechend selbstkritisch aus: „Das Engagement hat gepasst. Über den Rest müssen wir noch sprechen. Aber es ist normal, dass nach so einer Pause noch nicht ­alles klappt. Ich bin dankbar, dass ich schon wieder einige Minuten sammeln durfte.“

Und mit Routinier Dimitar Rangelov, der ebenfalls eine Sturm-­Alternative sein könnte, fehlt auch weiterhin die finanzielle Einigung.

Felix Geisler hat eine Durststrecke hinter sich.
Felix Geisler hat eine Durststrecke hinter sich. FOTO: Frank Hammerschmidt