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| 11:06 Uhr

Fußball
Landesverband wehrt sich gegen FCE-Kritik

FOTO: Matthias Koch / Michael Hundt / Matthias Koch
Cottbus. Nach der Kritik der Vereine an der späten Anstoßzeit des Pokalfinales in Babelsberg wehrt sich nun der brandenburgische Landesverband. Dort ist man offenbar von einer DFB-Entscheidung überrascht worden. Von Jan Lehmann

Als „sowohl aus sicherheitstechnischer Lage als auch aus sportlicher Sicht für den FC Energie nicht nachvollziehbar“ hatte der FCE am Donnerstag die Entscheidung kommentiert, dass das Landespokal-Finale am Pfingstmontag erst am spätmöglichsten Termin um 17 Uhr angepfiffen wird. FCE-Präsident Michael Wahlich erklärte dazu enttäuscht: „Es ist uns völlig unklar, wie solch eine Ansetzung erfolgen kann. Das hat mit Sportlichkeit und Sachverstand wenig zu tun. Auch die Sicherheitslage ist nach Einschätzung der Fachleute an einem Abend eine andere als beispielsweise zur Mittagszeit. Die Verkehrssituation in Potsdam scheint plötzlich für ein Abendspiel auch kein Hindernis mehr zu sein, was zuvor einer Verlegung entgegenstand. Das wirft auf unserer Seite sehr viele Fragen auf.“

Auch in Potsdam ist man sauer: „Der SV Babelsberg nimmt empört zur Kenntnis, dass die bei der ersten Sicherheitsberatung unisono vereinbarte Position, das Finale im Landespokal zwischen Babelsberg und Cottbus auf keinen Fall um 17 Uhr stattfinden zu lassen, von den verantwortlichen Entscheidungsträgern ignoriert wurde", erklärte der SVB in einer Mitteilung.

FLB-Geschäftsführerin Anne Engel sagt: „Wir sind nicht glücklich mit dieser Entscheidung.“
FLB-Geschäftsführerin Anne Engel sagt: „Wir sind nicht glücklich mit dieser Entscheidung.“ FOTO: Jan Lehmann

Nun wehrt sich der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) gegen die aufkommende Kritik. Vorstandsmitglied Dieter Dünnbier betonte am Freitag gegenüber der RUNDSCHAU: „Wir waren genauso überrascht und enttäuscht über diese Anstoßzeit, die aus sportlicher wie auch sicherheitspolitischer Sicht völlig unverständlich ist.“ Ihm zufolge habe der Verband eine Anstoßzeit von 12.30 Uhr beantragt. FLB-Geschäftsführerin Anne Engel erklärte zudem: „Wir haben im Nachgang auch noch versucht, beim DFB eine Veränderung zu bewirken. Das war nicht möglich, die Spiele waren schon eingetaktet. Uns waren die Hände gebunden und wir sind nicht glücklich mit dieser Entscheidung. Allerdings muss man bedenken, dass insgesamt 21 Endspiele koordiniert werden mussten.“

Der DFB trägt bereits zum dritten Mal im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ alle Endspiele gebündelt in drei Teilen. Um 12.30 Uhr werden die ersten sieben Spiele angepfiffen. Die weiteren Anstoßzeitpunkte sind 14.30 Uhr und 17 Uhr, auch hier sind jeweils sieben Partien vorgesehen. Die ARD überträgt in einer Live-Konferenz.

Dieter Dünnbier ist Vorstandsmitglied beim FLB und verantwortlich fürs Ehrenamt.
Dieter Dünnbier ist Vorstandsmitglied beim FLB und verantwortlich fürs Ehrenamt. FOTO: FLB / Silke Wentingmann-Kovarik