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| 14:27 Uhr

Fußball
Lässt sich Bender auf das Energie-Angebot ein?

FOTO: Christiane Weiland
Cottbus. Energie Cottbus will Probespieler Lars Bender verpflichten. Die entscheidende Frage ist nun: Lässt sich der erfahrene Drittliga-Spieler auf das Angebot des FCE ein? Von Jan Lehmann

Ja, wir wollen – so lautete die Botschaft von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz am Mittwoch in Richtung Probespieler Lars Bender. Der Cottbuser Coach erklärte: „Wir bemühen uns, den Spieler zu verpflichten. Er würde die Mannschaft erfahrener zu machen.“ Wollitz lobte erneut die Einstellung des 30-Jährigen, der seit zweieinhalb Wochen in Cottbus mittrainiert: „Er ist sehr geerdet, sehr diszipliniert – ein absoluter Vollprofi.“

Nun geht es also in die finale Phase der Verhandlungen, Wollitz betont: „Grundsätzlich müssen die Spieler alle mitspielen. Sie können nicht davon ausgehen, dass sie normale Drittliga-Verträge bekommen. Das Salär ist nicht hoch.“ Der Cottbuser Trainer hofft darauf, Bender mit weicheren Faktoren überzeugen zu können: „Du hast hier eine Chance, wieder Fuß zu fassen. Du kannst regelmäßig vor vielen Zuschauern spielen. Du kannst hier unter absoluter Professionalität trainieren.“

Wollitz betont, dass er bei Nachverpflichtungen kein Risiko eingehen wolle – sowohl finanziell als auch sportlich. Deshalb zögert er mit seinen Entscheidungen bei den beiden anderen Probespielern. Linksverteidiger Fabian Holthaus (23) attestiert er eine „fußballerische Qualität“. Man sehe ganz deutlich, warum der Ex-Rostocker bereits 71 Drittliga-Spiele absolviert habe. Was Wollitz noch fehlt, ist bei Holthaus die offensive Interpretation des Linksverteidigerpostens. „Ich habe noch keine Umschaltbewegung gesehen“, so der Trainer, der das Thema mit „größter Offenheit“ angehen wolle. Er sei sich schlichtweg noch nicht sicher, ob Holthaus in das Energie-System passe.

Ähnlich verhält es sich bei Dimitar Rangelov (35). Wollitz berichtet, dass der Angreifer im Training bei Spielen auf kleinem Feld „außergewöhnliche Qualitäten“ zeige. Heißt: Rangelov hat in den Torraumszenen immer noch das Durchsetzungsvermögen und den richtigen Riecher. Doch Wollitz betont: „Für ihn müssten wir das System verändern, sehr hoch spielen und sehr früh ins Gegenpressing gehen.“ Nur so könne man sich jene Torraumszenen erarbeiten, die Rangelov benötigt. In der 3. Liga mit der hohen Qualität der Gegner eine große Herausforderung. Wollitz sagt: „Fürs Kleinfeld würden wir Mitko sofort verpflichten. Aber ich glaube, dass ihm die letzte Schnelligkeit auf Strecke fehlt. Ich bin mir sicher, dass Rangelov in der Regionalliga 15 bis 22 Tore schießen würde.“ Für die 3. Liga fehle ihm da noch das Vertrauen. Heißt: Auch Rangelov muss sich weiter gedulden.