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| 10:25 Uhr

Kommentar
1860 gegen Energie Cottbus – Werbung für guten Fußball!

Energie hatten einen schweren Stand gegen den wuchtigen Adriano Grimaldi.
Energie hatten einen schweren Stand gegen den wuchtigen Adriano Grimaldi. FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Florian_Schust
München. Energie Cottbus ist seit vier Spielen ohne Sieg. Doch auch bei der Niederlage in München war nicht alles schlecht - es war vor allem romantisch. Der RUNDSCHAU-Kommentar zur Lage beim FCE. Von Frank Noack

Dieses Spiel war Werbung für den Fußball! Und Energie Cottbus hat trotz der letztlich verdienten 0:2-Niederlage einen großen Beitrag dazu geleistet.

Bei der Partie gegen 1860 München schlug das Herz von Fußball-Romanikern höher. Flutlichtspiel am Freitagabend mit echten Flutlichtmasten. Und nicht mit ultramodernen Leuchtflächen unter dem Tribünendach. Schließlich gibt es im altehrwürdigen Grünwalder Stadion mitten im Herzen von München ja auch nur zwei Tribünen.

Viele Fans standen deshalb am Freitagabend im Regen – allerdings nur im wörtlichen Sinne. Denn sie sahen genau wie die Balkon-Zuschauer in den umliegenden Häusern ein leidenschaftliches Drittliga-Fußballspiel mit Bratwurst, Bier und Brezn.

Fußballherz, was willst du mehr? Aus Cottbuser Sicht lautet die Antwort: Punkte! Denn der FC Energie bekam bei 1860 München aufgezeigt, wie viel Wucht und Willensstärke in dieser 3. Liga auf den Aufsteiger warten. Ein Spieler wie der kompromisslose Adriano Grimaldo verkörperte am Freitagabend vielleicht den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams. Der Löwen-Stürmer pflügte immer wieder ohne Rücksicht auf Verluste wie ein Ackergaul durch die Cottbuser Hintermannschaft.

Einen solchen Kompromisslos-Stürmer hat Energie derzeit nicht in seinen Reihen, sondern muss die Aufgabenstellungen auf dem Rasen spielerisch lösen. In den zurückliegenden vier Partien ohne Sieg gelang das nur bedingt, was für einen Aufsteiger ohne nennenswerte Verstärkungen aber nicht wirklich überraschend ist.

Fazit: Der FCE war am Freitagabend zwar phasenweise gut, aber 1860 war einfach grimaldiger.

Frank Noack, Sport-Redakteur
Frank Noack, Sport-Redakteur FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / Sebastian Schubert