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| 10:49 Uhr

RUNDSCHAU-Gegnercheck
Kobylanski mit Münster in der Krise

Martin Kobylanski (l.) durchlief von der F-Jugend bis zur der ersten Mannschaft alle Teams bei Energie Cottbus. Am Freitag trifft er mit Münster auf seinen Heimatclub.
Martin Kobylanski (l.) durchlief von der F-Jugend bis zur der ersten Mannschaft alle Teams bei Energie Cottbus. Am Freitag trifft er mit Münster auf seinen Heimatclub. FOTO: Eibner Pressefoto / EIBNER/Frank Wenzel
Cottbus. Energie Cottbus trifft am Freitag bei Preußen Münster auf einen angeschlagenen Gegner. Das Team des Cottbuser Eigengewächses Martin Kobylanski will eine Niederlagenserie beenden. Die RUNDSCHAU hat den Gegner gecheckt. Von Jan Lehmann

Die Form: Preußen Münster steckt in der Krise – zumindest in der Ergebniskrise. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge. Allerdings attestiert Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz den Preußen beim 0:3 in Osnabrück ein gutes Spiel, das 0:1 gegen Uerdingen wurde durch einen Sonntagsschuss entschieden. Nur zuletzt beim 1:4 in Aalen lief alles schief. „Kapitän Simon Scherder schimpfte danach gegenüber den „Westfälischen Nachrichten“: „Wir haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Das war eine absolute Minusleistung. Solche Tore wie das 0:2 kassierst du nicht mal in der Kreisliga.“

Der Kader: Mit Antonio Grimaldi (zu 1860 München) verloren die Münsteraner einen Topstürmer, der im Vorjahr 15 Tore erzielte. Für ihn kam Rufat Dadashov, den man bei Energie noch als Regionalliga-Stürmer vom BFC Dynamo kennt. Er traf bisher einmal. Ansonsten ist der Kader ziemlich dünn besetzt. Neu in Münster ist auch der Ex-Schalker René Klingenburg, der 2015 auch zu Vertragsverhandlungen in Cottbus zu Gast war.

Der Ex-Cottbuser: Mit Martin Kobylanski (24) spielt ein echtes Energie-Eigengewächs in Münster. Von der F-Jugend bis zur ersten Mannschaft durchlief er alle Mannschaften beim FCE. Der Angreifer, Sohn des ehemaligen Erstliga-Angreifers Andrzej Kobylański fiebert der Partie entgegen – auch weil es ein Wiedersehen mit FCE-Trainer Wollitz gibt. Unter ihm erlebte er 2011 in Bochum sein Zweitliga-Debüt. Kobylanski sagte in „Bild“ über Wollitz: „Er ist einer meiner größten Förderer. Immer ehrlich und brutal offen – ein Supertyp.“

Der Trainer: Marco Antwerpen (46), der selbst einst für die Preußen gekickt hat, kam im Dezember 2017 als Nachfolger von Benno Möhlmann nach Münster – und legte mit dem abstiegsgefährdeten Club eine starke Serie hin. In der Rückrundentabelle landeten die Preußen auf Rang fünf. Energie-Trainer Wollitz schätzt die Art seines Kollegen: „Er hat schon bei Viktoria Köln eine fantastische Arbeit geleistet. Und Münster dann im Winter zu übernehmen und so überzeugend die Klasse zu halten, das ist aller Ehren wert. Er ist ein sehr guter Trainerkollege, weil er auch sympathisch auftritt.“ Diese Zuneigung herrscht von beiden Seiten. Antwerpen sagte in „Bild“: „Wollitz ist ein guter Trainer. Ehrlich, authentisch, mit dem Herz auf der Zunge. Er sagt, was er denkt. Das gefällt mir. Allerdings haben wir noch nie gegeneinander gespielt, sondern uns nur mal auf der Tribüne getroffen.“