| 02:43 Uhr

Kleindienst wieder da – verletzter Pospech bald weg?

Tim Kleindienst ist mit elf Treffern bester Torjäger des FC Energie in dieser Saison.
Tim Kleindienst ist mit elf Treffern bester Torjäger des FC Energie in dieser Saison. FOTO: Winter/owe1
Cottbus. Nach drei Spielen ohne Sieg ist bei Energie im Heimspiel gegen Köln die Offensive gefragt. Kleindienst kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Ob der verletzte Pospech noch einmal im FCE-Trikot aufläuft, ist fraglich. Frank Noack

Mit einer Extraportion an Motivation und einem gut gemeinten Ratschlag des Trainers geht Tim Kleindienst ins Spiel gegen Fortuna Köln an diesem Samstag (14 Uhr, Stadion der Freundschaft). Die Sperre wegen der bereits 10. gelben Karte hat der beste Torjäger von Energie Cottbus auch zur Selbstkritik genutzt. "Einige dieser gelben Karten waren dumm", räumt Kleindienst ein. Meckern, Ballwegschlagen - Kleindienst hatte alles dabei. "Die eine oder andere Karte hätte man vielleicht auch nicht geben müssen. Leider hat es sich gehäuft, sodass ich das zweite Mal pausieren musste", sagt der 19-jährige Stürmer.

Energie-Trainer Krämer ist froh, dass Kleindienst nun wieder ins Team zurückkehrt. Bei der 0:3-Niederlage gegen Arminia Bielefeld wurde der Youngster schmerzlich vermisst. Trotzdem hat Krämer auch kritische Worte für die Zehn-Karten-Sperre des U 20-Nationalspieler parat. "Bei allem Talent und aller Qualität - es ist ärgerlich, dass Tim Kleindienst die zehnte gelbe Karte wegen Meckerns bekommen hat. Auch das gehört zur Entwicklung eines Spielers dazu, daraus zu lernen", sagte Krämer nach dem 2:2 im Spiel gegen Chemnitz.

Trotz der Rückkehr von Kleindienst bleibt die Situation in der FCE-Offensive kompliziert. Mit Zbynek Pospech fällt ein fest eingeplanter Angreifer bis Saisonende aus. Pospech hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Ob der glücklose Tscheche überhaupt nochmal für Energie aufläuft? Es gibt viele Gründe, die dagegen sprechen. Mit fünf Saisontoren ist Pospech weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem plagt er sich immer wieder mit körperlichen Problemen herum. "Wenn der vermeintliche Toptransfer nicht funktioniert, dann ist das schon doof, weil wir nicht 20 Stürmer aus diesem Regal verpflichten können", sagt Krämer.

Pospech hat zwar einen Vertrag bis 2016. Ob beide Seiten diesen Vertrag erfüllen wollen - fraglich. "Natürlich ist auch der Spieler mit der Situation nicht glücklich. Wir werden Gespräche mit ihm führen", kündigt Krämer an und ergänzt: "Ob man dann zu dem Ergebnis kommt, dass es für beide Seiten besser ist, den Vertrag nicht zu erfüllen, kann ich jetzt noch nicht sagen."