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| 02:39 Uhr

Keine Zeit für Experimente

Trainer Vasile Miriuta will gegen Berlin jene Startelf aufbieten, die dann auch beim Punktspielauftakt in Chemnitz spielen soll.
Trainer Vasile Miriuta will gegen Berlin jene Startelf aufbieten, die dann auch beim Punktspielauftakt in Chemnitz spielen soll. FOTO: Peter Aswendt/asw1
Cottbus. Wenn Energie Cottbus den Viertligisten Berliner AK (Samstag, 13 Uhr, Stadion der Freundschaft) zur Drittliga-Generalprobe empfängt, wird FCE-Trainer Vasile Miriuta keine großen Experimente wagen. Die Startelf wird ein klares Zeichen für den Punktspielauftakt in Chemnitz sein. Jan Lehmann

99,9 Prozent - so groß ist laut Energie-Trainer Vasile Miriuta die Wahrscheinlichkeit, dass die Cottbuser Startelf vom Spiel gegen den Berliner Regionalligisten jene ist, die er eine Woche später auch beim schwierigen Punktspielstart in Chemnitz aufbieten wird.

Der Besuch im Stadion am Samstag lohnt sich also: Die Vorbereitungszeit in dieser Winterpause ist zu kurz für Gegner verwirrende Versteckspiele oder taktische Experimente. Innerhalb von drei Wochen muss Energie bereit sein für Miriutas Mission. Die heißt für den Tabellen-14. ganz klar: Klassenerhalt.

Doch der Rumäne hat sich auch vorgenommen, seine Mannschaft fußballerisch voranzubringen. Miriuta erklärt: "Es geht darum, mehr Ballbesitz zu haben und mehr nach vorne zu spielen. Über Zweikämpfe will ich nicht mehr reden, es ist normal, dass wir die gewinnen müssen."

Der Berliner AK mit dem Ex-Cottbuser Steffen Baumgart als Trainer ist dafür ein wichtiger Gradmesser. Miriuta betont: "Ich will eine ähnlich gute Leistung wie gegen Wolfsburg sehen. Wir wollen das Spiel gewinnen, aber vor allem will ich sehen, wie weit wir nach zwei Wochen Vorbereitung sind."

Die Berliner gehen als Tabellen-Vierter mit kleinen Aufstiegshoffnungen in die Regionalliga-Rückrunde. Dafür arbeitet Coach Baumgart noch intensiv an seinem Kader. Gegenüber dem "Kicker" erklärte er: "Wir sind ständig in Bewegung." Kommenden Mittwoch reist der ehemalige Energie-Publikumsliebling mit seiner Mannschaft ins Trainingslager nach Belek (Türkei). Mit dabei ist auch Zafer Yelen (ehemals Rostock, FSV Frankfurt, Trabszonspor). Der erfahrene Deutsch-Türke ist seit seiner Verpflichtung im Oktober der Schlüsselspieler beim BAK.

Wer die Schlüsselspieler in seiner Mannschaft sind, weiß Trainer Miriuta schon aus den ersten elf Drittliga-Spielen unter seiner Regie. Damit die Ungeschlagen-Serie in der 3. Liga weiter anhält, dürfte der Rumäne auf die bewährte Achse mit Keeper René Renno, den beiden Innenverteidigern Christopher Schorch und Uwe Möhrle, den Mittelfeldkämpfern Joni Kauko und Manuel Zeitz sowie den beiden Angreifern Richard Sukuta-Pasu und Patrick Breitkreuz setzen.

Auf den anderen Positionen darf man derweil gespannt sein, wie Miriuta gegen die Berliner aufstellt. Gute Aussichten auf einen Startplatz hat Neuzugang Valentin Cretu als Rechtsverteidiger. Wie weit sein Landsmann Andrei Lungu bereits ist, muss man abwarten. Interessant wird, wie Miriuta mit Torsten Mattuschka plant und ob Sven Michel nach der Verletzungspause den Anschluss wieder hergestellt hat.

Fest steht: Der Konkurrenzkampf ist größer geworden und Miriuta wird genau hinschauen, wer sich für den Punktspielauftakt in Chemnitz empfiehlt. Dann muss die Aufstellung nämlich stimmen - zu 100 Prozent.

Zum Thema:
Vasile Miriuta im Video über seine Startelf, den Stammkeeper und die Stürmersuche. Im Internet: lr-online.de/miriuta-bak Was ein QR-Code ist und wie er funktioniert, erfahren Sie unter www.lr-online.de/qrcode

Zum Thema:
Bei der Suche nach einem weiteren Stürmer kommt Energie Cottbus aktuell nicht voran. Trainer Vasile Miriuta erklärt offen: "Es ist sehr schwer, in dieser Zeit einen Stürmer zu finden. Ganz ehrlich: Die guten Spieler sind alle unter Vertrag." Hat Energie bereits aufgegeben? Miriuta will das nicht kommentieren, betont aber vielsagend: "Ich bin mit unseren beiden Angreifern Patrick Breitkreuz und Richard Sukuta-Pasu sehr zufrieden." Dem Vernehmen nach ist der FCE allerdings weiter in Gesprächen und hat einen Spieler aus dem Ausland im Visier.