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| 13:18 Uhr

Fußball
Kann Rangelov Energie tatsächlich helfen?

FOTO: Energie Cottbus
Cottbus. Diese Nachricht beschäftigt die Fans von Energie Cottbus: Dimitar Rangelov ist zurück beim FCE – zumindest im Training. Kann er dem Aufsteiger in der 3. Liga helfen? Von Jan Lehmann und Frank Noack

Seit Freitag trägt der 35-jährige Bulgare wieder die Trainingssachen mit dem Energie-Logo. FCE-Chefcoach Claus-Dieter Wollitz hatte gegenüber der RUNDSCHAU erklärt, dass Rangelov darum gebeten habe, sich beim Drittligisten fithalten zu dürfen: „Wir haben keinerlei Vereinbarung oder Absprache getroffen. Ich will aber weder ausschließen noch befeuern, dass er noch einmal für Energie Cottbus spielt“, so Wollitz.

Doch natürlich wird rund um das Cottbuser Drittliga-Spiel gegen den SV Meppen (Anstoß 14 Uhr/hier geht es zum RUNDSCHAU-Liveticker) diskutiert: Kann Rangelov den Cottbusern weiterhelfen? Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kevin Scheidhauer, der wegen eines Sporns am linken Sprunggelenk am Sonntag im Münsterland kurzfristig operiert wurde, hat der FCE derzeit mit dem umworbenen Streli Mamba nur einen ernsthaft drittliga-tauglichen Angreifer. Youngster Moritz Broschinski und Neuzugang Abdulkadir Beyazit (vom SV Babelsberg) hatten in der Saisonvorbereitung Verletzungsprobleme und müssen sich erst wieder an den Kader herankämpfen.

Und Rangelov? Kann er Energie tatsächlich helfen? Entscheidend dürfte sein, ob der Angreifer fit genug für den Drittliga-Alltag ist. Darüber wird im Netz diskutiert. Unter anderem erinnern die Fans daran, dass auch Topstar Christiano Ronaldo im Alter von 35 Jahren noch Höchstleistungen bringt. Andere vergleichen Rangelov mit Claudio Pizarro, der mit 39 Jahren noch immer bei Werder Bremen unter Vertrag spielt.

Fakt ist: Seit dem Juni 2018 ist Rangelov vereinslos. In der Vorsaison hat er für den türkischen Zweitligisten Ümraniyespor in 25 Spielen neun Tore erzielt. In der Aufstiegsrelegation scheiterte er mit seinem Team im Halbfinale.

Für Rangelov wäre es die zweite Rückkehr zum FC Energie. Im Sommer 2007 war er vom FC Erzgebirge Aue in die Lausitz gekommen. In zwei Spielzeiten empfahl er sich mit insgesamt 15 Bundesliga-Toren in 49 Erstliga-Partien für einen Wechsel zu Borussia Dortmund.

Das zweite Engagement in Cottbus kam im Sommer 2011 zustande, als Trainer Claus-Dieter Wollitz auf der Suche nach Ersatz für das abgewanderte Sturmduo Nils Petersen (zum FC Bayern München) und Emil Jula (zum MSV Duisburg) suchte. Rangelov kam von Maccabi Tel Aviv und traf in 30 Zweitliga-Spielen zwölf Mal für Energie.

Nach mehreren Jahren beim FC Luzern in der Schweiz sowie den türkischen Clubs Konyaspor und eben Ümraniyespor wäre ein Vertrag beim FCE für Rangelov nun fast so etwas wie die Rückkehr nach Hause. Der 35-Jährige lebt mit seiner Lebensgefährtin Claudia, die aus der Lausitz stammt, vor den Toren von Cottbus.

Im Stadion der Freundschaft wurde er schon öfter gesehen: Zuletzt war er beim bitteren Elfmeterdrama gegen den SC Freiburg live dabei. Da saß er noch hinter der Bande. Man darf gespannt sein, ob er den Sprung zurück aufs Spielfeld schafft.