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| 16:08 Uhr

Fussball
„Ich will wieder eine Mannschaft trainieren“

Vragel da Silva (l.) mit Daniel Ziebig beim Bretterknaller-Turnier.
Vragel da Silva (l.) mit Daniel Ziebig beim Bretterknaller-Turnier. FOTO: Tobias Voigt
Cottbus. Der ehemalige Energie-Spieler Vragel da Silva hat nach seinem Aus als Coach beim Fußball-Regionalligisten Neugersdorf derzeit viel Freizeit. Von Wolfgang Von der Burg

Beim Oldie-Bretterknaller-Turnier jüngst in Cottbus hatte sich Vragel da Silva noch einmal das Energie-Trikot übergestreift. In seiner aktiven Zeit spielte er von 2001 bis 2009 178-mal für den FC Energie Cottbus. Danach trainierte er etliche Nachwuchsteams des FCE und war zuletzt Trainer des Energie-Regionalliga-Konkurrenten FC Oberlausitz Neugersdorf. Die RUNDSCHAU sprach mit Vragel da Silva über Vergangenes und Zukünftiges.

Vragel da Silva, in Neugersdorf wurden Sie vor einiger Zeit freigestellt. Was machen Sie derzeit?

Da Silva Mein Vertrag in Neugersdorf läuft noch bis Ende Juni 2018. Ich genieße gegenwärtig meine viele freie Zeit mit meiner Familie in Cottbus. Aber ich will mich auch weiter qualifizieren. Ich habe mich zum Fußball-Lehrer-Lehrgang beim DFB angemeldet. Nach einer Aufnahmeprüfung läuft dieser Lehrgang dann acht Monate.  Mein fester Plan ist, nach diesem  Abschluss wieder eine Mannschaft zu trainieren.

Gibt es Gedankenspiele, wieder zurück nach Brasilien zu gehen?

Da Silva Ich bin jetzt 20 Jahre in Deutschland. Das ist meine zweite Heimat. Nur wenn es mir hier zu kalt wird, mache ich einen Abstecher in mein Geburtsland.

Verfolgen Sie als ehemaliger Energie-Spieler noch den Weg Ihrer früheren Mannschaft?

Da Silva Gar keine Frage. Und ich denke schon, dass Energie in der Tabelle vorn bleibt. Doch dann kommen mit der Relegation die wohl wichtigsten Spiele der Saison. Ich bin da aber sehr optimistisch für meine alte Truppe. Die Mischung im Team scheint zu stimmen und ich finde es gut, dass Trainer Claus-Dieter Wollitz immer wieder jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance gibt, sich zu zeigen.

In der aktuellen Energie-Mannschaft steht mit Marcelo de Freitas ein Spieler, der aus Neugersdorf kam. Wie sehen Sie seine Entwicklung?

Da Silva Marcelo ist ein guter Fußballer, mit Blick für die Situation. Vielleicht sollte er körperlich noch ein wenig zulegen, etwas robuster werden.

Sie haben früher auch bei Energie nach Ihrer aktiven Laufbahn etliche Nachwuchs-Teams betreut. Da waren Kicker dabei, die es bis in die Bundesliga geschafft haben. Macht Sie das stolz?

Da Silva Aber selbstverständlich. Wenn ich sehe, wie Maximilian Philipp in Dortmund oder Leo Bittencourt in Köln wirbeln, geht mir das Herz auf.

Noch ein Wort zum Bretterknaller-Turnier, bei dem Sie ja selbst mitgewirkt haben.

Da Silva Das ist eine tolle Sache und sollte eine Fortsetzung finden. Es ist doch immer wieder schön, auf ehemalige Mitspieler zu treffen und sich miteinander auszutauschen. Ich würde gern wieder dabei sein.

Mit Vragel da Silva sprach
Wolfgang von der Burg