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| 17:57 Uhr

Fußball
Knallt es heute bei Energie?

 Streli Mamba ist das Sinnbild der Cottbuser Krise. Beim FCE setzt man darauf, dass beim glücklosen Torjäger der Knoten platzt.
Streli Mamba ist das Sinnbild der Cottbuser Krise. Beim FCE setzt man darauf, dass beim glücklosen Torjäger der Knoten platzt. FOTO: www.imago-images.de / via www.imago-images.de
Cottbus. Energie Cottbus hofft im Heimspiel gegen Preußen Münster auf den Befreiungsschlag. Der Fokus liegt auf Angreifer Mamba. Dessen Knoten vor dem Tor muss platzen. Von Jan Lehmann

Energie Cottbus hofft auf den Befreiungsschlag im Drittliga-Abtiegskampf. Vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster am Samstag (14 Uhr/LR-Liveticker) betont Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Ein Dreier verändert für uns alles, dann werden weitere Dreier folgen.“

Doch auf diese drei Punkte wartet der FC Energie nun schon seit fünf Spielen vergeblich, den letzten Sieg gab es vor elf Wochen beim 2:0 in Rostock. Energie tut sich schwer, vor allem beim Toreschießen. Das 0:0 in Großaspach, bei dem die Cottbuser unglaublich viele Großchancen vergaben, führte zuletzt noch einmal deutlich vor Augen, dass den Lausitzern im Abstiegskampf vor allem die Effektivität und Kaltschnäuzigkeit fehlen. Der FCE betreibt einen immensen Aufwand, tritt im Tabellenkeller aber auf der Stelle. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt fünf Zähler. Der erhoffte Dreier gegen Münster wäre also fast schon überlebenswichtig.

Viel fokussiert sich dabei auf Angreifer Streli Mamba, der in der Rück­runde mit seinem Elfmeter-Nachschuss gegen Wehen Wiesbaden erst einen Treffer erzielt hat. Stattdessen ließ er viele Großchancen liegen, in Großaspach waren es gleich vier freie Möglichkeiten.

Der Torjäger ist derzeit außer Dienst und schweigt auch auf Interviewanfragen. Dafür sprechen Trainer und Kollegen – und sie stärken ihm dabei den Rücken. Kapitän Kevin Weidlich sagte: „Wir müssen immer weitermachen – und dann wird Streli auch wieder seine Tore erzielen.“

Coach Wollitz musste in der Pressekonferenz vor dem Münster-Spiel sogar die Frage beantworten, ob Mamba mit dem Kopf überhaupt noch in Cottbus oder schon bei einem zukünftigen Arbeitgeber sei. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass sein Wechsel zum Zweitligisten SC Paderborn bereits abgemachte Sache sei.

Der Trainer jedoch setzt voll auf Mamba: „Ich wüsste nicht, warum man 100-prozentige Torchancen einfach vergibt. Schön ist, dass er Chancen hat. Wenn er sich so bewegt wie letzte Woche, also Bälle sichert, Bälle verarbeitet und alles gibt für eine Spielfortsetzung, dann wird er erfolgreich sein.“ Wollitz ist sich sicher: „Irgendwann platzt das. Stürmer leben gerade in so einer Situation von absolutem Vertrauen.“

Energie wartet darauf, dass bei Mamba und damit in der FCE-Offensive der Knoten platzt. Das dürfte einen ziemlich lauten Knall im Stadion der Freundschaft geben – und der wäre für die Cottbuser extrem wichtig. Entscheidend dürfte gegen Münster sein, dass der FCE endlich mal das 1:0 schießt, anstatt wie in bereits 17 Partien dieser Saison einem Rückstand hinterherzulaufen. Das ist gerade gegen Münster von großer Bedeutung. Die Preußen schossen in dieser Saison elfmal das erste Tor – und gewannen daraufhin alle dieser elf Partien.