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Hammerstrafe: Energie startet mit Geisterspiel in die Saison

Auch in Babelsberg kam es zu Ausschreitungen.
Auch in Babelsberg kam es zu Ausschreitungen. FOTO: dpa
Cottbus. Energie Cottbus muss das erste Heimspiel der neuen Saison voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und zudem 16000 Euro Strafe zahlen. Die drohenden Verluste sind jedoch viel größer. Präsident Michael Wahlich spricht von einer „Katastrophe“. Frank Noack

Die Ausschreitungen von einigen kriminellen Fans kommen Energie Cottbus ganz teuer zu stehen. Die Verfehlungen bei den Partien in Meuselwitz (Beschädigung Treppen- und Zaunanlage), Leipzig (Feuerzeugwurf) und Bautzen (Pyrotechnik) ahndete das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes NOFV mit einer Gesamt-Strafe von 6000 Euro. Für die Geschehnisse beim Auswärtsspiel in Babelsberg wurde der Verein zu einer Geldstrafe in Höhe von 10000 Euro verurteilt. Zudem soll das erste Heimspiel der Regionalliga-Saison 2017/2018 nach Rechtskraft des Urteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, teilte der FCE am Donnerstagnachmittag mit.

Energie Cottbus will gegen das Urteil Berufung einlegen. "Die Strafe ist für unseren Verein eine absolute Katastrophe. Wir haben ja mit vielem gerechnet, aber mit diesem Urteil ohne Sinn, ohne Unterstützung in unserem Bestreben gegen Störer und vor allem mit der Generalaburteilung unserer gesamten Anhängerschaft war nicht zu rechnen", erklärt Präsident Michael Wahlich in einer ersten Reaktion.

Die Strafgelder und die zu erwartenden Umsatzeinbußen bei einem "Geisterspiel" bewegen sich in einem sechsstelligen Bereich, heißt es in der Pressemitteilung. Auch den Gang bis vor ein Zivilgericht schließt der Verein deshalb nicht aus.