ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:29 Uhr

Fußball
Hält die Festung der Freundschaft?

Stolze Bilanz: Seit anderthalb Jahren haben die Energie-Fans keine einzige Punktspiel-Niederlage ihres Teams im heimischen Stadion erlebt.
Stolze Bilanz: Seit anderthalb Jahren haben die Energie-Fans keine einzige Punktspiel-Niederlage ihres Teams im heimischen Stadion erlebt. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Mit dem Rückhalt des Publikums will Energie Cottbus am Mittwoch gegen den Halleschen FC den Heimnimbus wahren. Der hält schon ziemlich lange. Von Jan Lehmann und Paul Resagk

Flutlicht an, Brust raus. Energie Cottbus geht an diesem Mittwochabend mit neuem Selbstvertrauen in das Nachholspiel gegen den Halleschen FC (19 Uhr/LR-Liveticker). Der 2:1-Heimsieg gegen den FSV Zwickau und die bemerkenswerte Atmosphäre vom Samstag wirken nach. FCE-Profi Fabio Viteritti erklärte nach dem er erfolgreichen Aufholjagd nach dem Rückstandvoller Adrenalin: „Man sieht, was die Mannschaft mit den Fans im Rücken für eine Moral hat. Zu Hause sind wir halt eine Macht.“

Für die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz war es besonders wichtig, dass sie in dieser Saison im Stadion der Freundschaft weiterhin ungeschlagen geblieben ist. Der Energie-Coach betonte: „Wir haben weiter unseren Heimnimbus. Das darf man nicht vergessen.“

Das Cottbuser Stadion solle wieder zu einer Festung werden, das hatten der Trainer und auch Präsident Michael Wahlich nach dem Absturz in die 4. Liga als eines der wichtigsten Ziele ausgegeben. Seitdem gab es in 39 Punktspielen auf dem Lausitzer Rasen 29 Heimsiege. Eine stolze Bilanz. Lässt man die beiden bitteren Elfmeter-Niederlagen gegen die Erstligisten VfB Stuttgart und SC Freiburg im DFB-Pokal außen vor, dann ist Energie im eigenen Stadion seit anderthalb Jahren in Pflichtspielen ungeschlagen geblieben. Damals, im März 2017 gab es ein 1:3 in der Regionalliga Nordost gegen den VfB Auerbach.

Das ist gefühlt eine Ewigkeit her, seitdem steht sie, die Festung der Freundschaft. Präsident Wahlich hatte vor gut zwei Jahren bescheiden erklärt: „Ich möchte, dass die Leute hier wieder Freude haben am Fußball.“ Das ist dem FCE gelungen, jedenfalls honoriert das Publikum die zurückgewonnene Heimstärke: Der Zuschauerschnitt bei Energie liegt in dieser Saison derzeit bei 8401 Gästen pro Spiel. Zum Vergleich: In der letzten Drittliga-Saison der Cottbuser waren durchschnittlich nur 7764 Zuschauer gekommen.Ob das Ost-Duell gegen Halle am Mittwochabend nun erneut vor so einer ordentlichen Kulisse stattfindet, muss man abwarten. Der Verein wirbt mit der Kampagne #NurStadionistLive um die Unterstützung auf den Rängen.

Beide Teams könnten mit einem Sieg einen ziemlichen Sprung in der Drittliga-Tabelle vollführen – aus der Abstiegszone ins vorerst gesicherte Mittelfeld. Dass Energie einen Tag mehr Vorbereitungszeit auf den Kampf um die Festung der Freundschaft hatte als Halle, will Trainer Wollitz nicht überbewerten. Er setzt mehr auf den Heimvorteil: „Wir haben zu Hause eine gute Körpersprache und Überzeugung, diese Spiele zu gewinnen“, so der Coach.

Das ist den FCE-Profis tatsächlich anzumerken. Fabio Viteritti wagte vor dem Flutlichtspiel jedenfalls eine deutliche Kampfansage: „Halle kann sich auf Cottbus freuen, denn vor so einer Kulisse spielt man nicht jeden Tag. Aber wir werden heiß sein auf den HFC.“

Aufstellung FCE – Hallescher FC
Aufstellung FCE – Hallescher FC FOTO: LR / Katrin Janetzko