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Große Leistungen fürs kleine Nadelöhr

Wenn Energie Cottbus überhaupt noch eine zusätzliche Motivation für das Topduell gegen den Berliner AK benötigt – DFB-Chef Reinhard Grindel hat sie geliefert. Denn seine Aussagen werden auch hier in der Lausitz niemandem gefallen.

Es geht um die Frage: Ist es gerecht, dass der Meister der Regionalliga Nordost nicht direkt in die 3. Liga aufsteigt, sondern noch Relegationsspiele bestreiten muss? Der Titel allein reicht nicht für den Aufstieg.

DFB-Chef Reinhard Grindel hat sich kürzlich im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk klar positioniert. Und zwar pro Relegation. Und er sprach sich auch für die Beibehaltung von fünf Regionalliga-Staffeln aus. "Das Problem ist, dass wir ganz unterschiedliche Vereine haben. Manche sehen sich eigentlich eher in der 2. Liga, für andere ist die Regionalliga das absolut Höchste, was sie erreichen können", so Grindel. Bei nur drei Staffeln wären die Wege viel weiter und der Aufwand dementsprechend höher. "Viele Amateurvereine könnten sich das nicht leisten."

Heißt: Das kleine Nadelöhr Relegation bleibt. Energie muss also große Leistungen bringen, um schnell durchzukommen.