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| 16:46 Uhr

Fußball
Jetzt LIVE im VIDEO! Wollitz will Tore bei der Generalprobe sehen

Kevin Weidlich (M.) und Energie bereiten sich auf den Wiederbeginn in der Regionalliga vor.
Kevin Weidlich (M.) und Energie bereiten sich auf den Wiederbeginn in der Regionalliga vor. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Jetzt LIVE im VIDEO! Energie Cottbus wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis in den Testspielen. Trainer Claus-Dieter Wollitz verteidigt vor der Partie gegen Dukla Prag das hammerharte Vorbereitungsprogramm. Von Frank Noack

Energie Cottbus hat in dieser Vorbereitungsperiode schon gegen drei höherklassige Kontrahenten gespielt – der finale Höhepunkt des hammerharten Testprogramms steht aber noch aus. Nach den Partien gegen die Drittligisten Hallescher FC und 1. FC Magdeburg sowie Zweitligist Eintracht Braunschweig trifft der FCE an diesem Samstag auf den tschechischen Erstliga-Vertreter Dukla Prag (hier live im VIDEO-Ticker).

Die rot-weiße Zwischenbilanz vor der Generalprobe gegen Prag fällt ernüchternd aus: drei Spiele, drei Niederlagen, 0:11 Tore. Der souveräne Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Nordost ist also „total in der Realität zurück“, wie es Kapitän Marc Stein schon nach dem Magdeburg-Spiel zusammengefasst hat.

Trainer Claus-Dieter Wollitz verordnete seiner Mannschaft ganz bewusst dieses hammerharte Programm, um sie nach dem bisherigen Durchmarsch in der Regionalliga auch mal an ihre Grenzen zu bringen. Und um sie auf den Showdown im Mai vorzubereiten, wenn der FCE in den Relegationsspielen den Aufstieg in die 3. Liga schaffen will. „Ich trete in der Vorbereitung zwar auch gern gegen kleine Gegner an. Das ist gut, um sich einzuspielen, um Tore zu machen, um Fan-Nähe zu zeigen“, erklärt Wollitz. „Aber darum geht es jetzt nicht mehr. Ich brauche keine Bestätigung, dass wir einen Oberligisten 8:1 schlagen können. Wir brauchen Stabilität gegen starke Gegner.“

Deshalb startete Energie nach der kurzen Winterpause quasi von null auf 3. Liga durch. Nur vier Tage nach der ersten Trainingseinheit gab es bereits den ersten Härtetest gegen Halle. Anschließend wurden sogar 120 Minuten gegen Magdeburg gespielt. Und am Mittwoch eben in Braunschweig. Die Erkenntnisse in diesen Partien waren laut Wollitz überwiegend „frustrierend“, weil die Mannschaft mit Ausnahme der zweiten Halbzeit in Braunschweig nur selten zu ihrem ureigenen Kombinationsspiel fand und deshalb weit unter den Möglichkeiten blieb. „Wir sind nicht so herausragend, dass wir immer einen Drittligisten oder einen Zweitligisten schlagen können. Doch wir sind besser als 0:4, 0:4 und 0:3. Aber dann müssen auf dem Platz auch gewisse Dinge zu sehen sein“, kritisiert Wollitz.

Er verteidigt gleichzeitig noch einmal das harte Testspiel-Programm: „Wir haben im Dezember klar kommuniziert, warum wir das so machen. Auch mit dem Wissen, dass die richtige Spritzigkeit noch fehlt. Gerade dann musst du als Mannschaft besser gegen den Ball arbeiten.“

Vor allem von einigen seiner Leistungsträger zeigte sich der Coach enttäuscht und verordnete ihnen deshalb im Training eine zusätzliche Dosis an Zweikämpfen. „Um die Sinne wieder zu schärfen“, wie es Wollitz nennt.

Immerhin: Die Tendenz zeigt seit Mittwoch zumindest dezent nach oben. Denn in Braunschweig wurde der Gegner in der zweiten Halbzeit so unter Druck gesetzt, wie sich Wollitz das vorstellt. Allein in der Offensive tat sich Energie ohne den erneut verletzten Torjäger Streli Mamba auch gegen den Zweitligisten schwer und läuft deshalb weiter dem ersten Treffer im neuen Jahr hinterher. Vielleicht hat sich die Mannschaft dieses Erfolgserlebnis ja ganz bewusst für das Finale des harten Testspielprogramms aufgehoben – an diesem Samstag gegen den Erstligisten Dukla Prag.

Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Wir brauchen Stabilität gegen starke Gegner.“
Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Wir brauchen Stabilität gegen starke Gegner.“ FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank