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| 10:49 Uhr

RUNDSCHAU-Gegnercheck
Wie viel Gegenwehr muss Energie von Aalen erwarten?

FOTO: Eibner Pressefoto / EIBNER/Harry Langer
Aalen. Energie Cottbus empfängt am Samstag den VfR Aalen und könnte mit einem Sieg gegen den bereits feststehenden Absteiger einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Aber wie viel Gegenwehr ist von Aalen noch zu erwarten? Die RUNDSCHAU macht den Gegnercheck. Von Jan Lehmann

Die Form: Der Abstieg ist besiegelt, zuletzt gab es vier Niederlagen in Folge. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz warnt zwar, dass Aalen spielerisch eine der stärksten Mannschaften der Liga sei. Allerdings kassierten die Schwaben die meisten Gegentreffer der Liga. Auch deshalb muss der VfR nach neun Jahren 2. und 3. Liga wieder den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Die ersten Auswirkungen stehen schon fest: Die angemietete Osttribüne im Stadion wird abgebaut, die Kapazität damit auf 10.500 Zuschauer verringert.

Das Hinspiel: Dimitar Rangelov rettete mit seinem Kopfballtor zum 3:3 in der letzten Szene des Spiels noch einen Punkt für Energie. Zuvor hatte Streli Mamba mit zwei schönen Toren jeweils die Aalener Führung egalisiert. Im eiskalten Nieselregen in der Ostalb-Arena konnte Energie vor allem defensiv nicht überzeugen.

Der Kader: Mit dem Abgang von Angreifer Marcel Bär in der Winterpause zu Eintracht Braunschweig - also einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – war schon zu erahnen, wie schwer es der VfR in der Rückrunde haben würde. Die neu verpflichteten Routiniers Stephan Andrist (31/Wehen Wiesbaden) oder Petar Sliskovic (28/Viktoria Berlin) konnten den Abstieg nicht verhindern. Vor dem Spiel gegen Cottbus fallen gleich mehrere Spieler aus: Marvin Büyüksakarya (gesperrt), Stephan Andrist (Muskelfaserriss), Patrick Schorr (Oberschenkelprobleme), Lukas Lämmel (Sprunggelenksverletzung), Mart Ristl (Reha-Training) sind nicht dabei. Fragezeichen gibt es noch hinter den Einsätzen von Matthias Morys (Schlag auf die Wade), Sascha Traut (Knieprobleme), Yannis Lethard (krank). Trainer Rico Schmitt sagt: „Es ist für alle Beteiligten eine komplizierte Situation. Aber das soll keine Ausrede sein.“

Der Trainer: Rico Schmitt (50) konnte den VfR nicht zum Klassenerhalt führen, dennoch gilt er im Verein als erster Ansprechpartner für die bevorstehende Regionalliga-Saison. Die will der Ex-Coach vom Halleschen FC allerdings nur mit in Angriff nehmen, wenn sich Aalen ambitionierte Ziele steckt. Doch eine Operation Wiederaufstieg ist derzeit auf der Ostalb nicht in Sicht. Schmitt weiß: „Es muss eine zügige Entscheidung geben, weil ja auch die Personalplanung für die neue Saison geben muss.“

So geht es den Energie-Konkurrenten im Abstiegskampf FOTO: Eibner Pressefoto / EIBNER/Rene Weiss