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| 02:45 Uhr

"Fußballer des Jahres" auf dem Abstellgleis?

Für Alexander Bittroff und seine FCE-Kollegen soll die Rückrundentabelle einen Neuanfang symbolisieren.
Für Alexander Bittroff und seine FCE-Kollegen soll die Rückrundentabelle einen Neuanfang symbolisieren. FOTO: ctr1
Cottbus. Die Degradierung von Alexander Bittroff bei Energie Cottbus schlägt hohe Wellen. Droht dem "Fußballer des Jahres 2013" das Abstellgleis? Die Beteiligten versuchen, die Wogen zu glätten – und dafür gibt es gute Gründe. jal/noc

Was steckt wirklich hinter der Degradierung von Alexander Bittroff? Warum gehört der "Fußballer des Jahres 2013" nicht mehr zum Profikader des FCE? Hat Trainer Jörg Böhme über reagiert, als er Bittroff nach dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli seinen Spind in der Kabine räumen ließ und ihn mit Verweis auf dessen mangelnde Einsatzbereitschaft zur U 23 schickte?

Am Donnerstag wollte Böhme den Vorgang nicht bestätigen. Die Antwort des 40-jährigen Coaches fällt ausweichend aus: "Ich kann das erklären, tue es aber hier nicht. Mein Stand ist: Alex ist krankgeschrieben. Alles weitere werden wir sehen."

Bittroff gibt zumindest zu, dass ihm der Trainer fehlenden Einsatz vorgeworfen habe. Er betont aber auch: "Ich bin seit zwölf Jahren im Verein und habe immer alles für Energie gegeben. Ich bin ein Cottbuser Junge und werde weiterhin mein letztes Hemd für den FCE geben." Bittroff ist offenbar ebenfalls nicht auf einen offenen Konflikt aus und erklärt: "Ich bin bis Sonntag krankgeschrieben. Gut möglich, dass ich dann in der U 23 wieder Spielpraxis sammeln soll."

Hintergrund des Streits sind offenbar die Vorgänge vom Spiel gegen St. Pauli: Bittroff hatte zuvor schon mit mit einer Erkältung zu kämpfen gehabt, die aber den Verantwortlichen nicht richtig signalisiert. "Ich wollte mich durchbeißen", so der 25-Jährige.

Während der Partie waren Magenkrämpfe dazugekommen und Bittroff meldete sich schließlich in der 2. Halbzeit ab. Das brachte Böhme ziemlich in Rage. Nun liegt Bittroff flach. Und Energie versucht, den Ball flach zu halten. Schließlich ist der gebürtige Senftenberger einer der Akteure, mit denen der Verein für den Fall des Abstiegs auch in der 3. Liga plant. Dafür ist dieser Konflikt kontraproduktiv.

Und da sind auch noch jene Gerüchte, die besagen, dass Bittroff mit dem FC St. Pauli längst über einen Vertrag einig sei. Der Profi dementiert: "Das stimmt hinten und vorne nicht. Ich weiß nicht, wer sich so etwas ausdenkt. Fest steht: Ich habe bisher mit keinem anderen Verein gesprochen. Außerdem hat Energie ja auch schon Signale gesendet, dass sie weiter mit mir planen." Demnach könne sich der Rechtsverteidiger vorstellen, mit Energie, wenn nötig, auch in die 3. Liga zu gehen: "Ich bin für alles offen."