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| 14:53 Uhr

Fussball
„Es ist etwas Besonderes, Trainer von Energie Cottbus zu sein“

Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz auf der Mitgliederversammlung des FC Energie Cottbus am Freitagabend.
Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz auf der Mitgliederversammlung des FC Energie Cottbus am Freitagabend. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der FC Energie Cottbus stellt die erste Drittligasaison nach dem Wiederaufstieg unter das Ziel Klassenerhalt. Die Mannschaft soll dafür kaum verändert werden, kündigte Trainer Claus-Dieter Wollitz während der Mitgliederversammlung am Freitagabend an. Von Sven Hering

Er bekam den größten Applaus, dachte aber auch im Moment des Erfolgs vor allem an Andere. Claus-Dieter Wollitz, Cheftrainer des FC Energie Cottbus, hat am Freitagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins den Fans, Mitgliedern und Sponsoren gedankt. „Wir wären nicht so erfolgreich gewesen, hätten wir nicht diese außergewöhnliche Unterstützung bekommen. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte er. Zugleich gab Wollitz ein klares Bekenntnis zum Verein ab. Er sei gern ein Teil dieser Erfolgsgeschichte, erklärte er. „Es ist etwas Besonderes, Trainer von Energie Cottbus zu sein.“

Der Verein sei in der vierten Liga teilweise beleidigt, beschimpft und in eine Ecke gestellt worden, in die er nicht hingehöre. Gleiches gelte für die Stadt, vor allem in den vergangenen Monaten. Wollitz lobte Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), der Mitglied im Verwaltungsrat des Vereins ist. „Es ist keine einfache Situation, aber er zeigt klare Kante, Hut ab davor. Diese Persönlichkeiten brauchen wir in der Stadt Cottbus“, so Wollitz.

Auch seinen Spielern zollte der Übungsleiter großen Respekt. „Die Mannschaft ist deswegen so erfolgreich, weil es Menschen sind, die Bock haben, bei unserem FCE Fußball zu spielen. Das ist nicht selbstverständlich, das ist außergewöhnlich“, betonte Wollitz unter Beifall. Und er ergänzte: „So ein Sozialverhalten, so eine Gemeinsamkeit habe ich in einer Mannschaft noch nie erlebt, wo wirklich das Team das Wichtigste ist und nicht der Einzelne.“ Deswegen habe es diese Truppe auch verdient, nicht großartig verändert zu werden. Wollitz: „Sie wird weiter ihren Weg gehen und erfolgreich sein, erst recht dann, wenn Mitglieder, Sponsoren oder Fans weiterhin diese Mannschaft so unterstützen wie bisher.“

Wollitz stellte ebenfalls die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Normen Kothe und die Arbeit der Geschäftsstelle heraus. „Was die Mitarbeiter in den letzten zwei Jahren für einen Job gemacht haben, dafür ein Riesenkompliment.“

Mit dem Testspiel am Sonntag in Spremberg (Anstoß 17 Uhr) gegen eine Spremberger Stadtauswahl beginnt die Vorbereitung auf die Dritte Liga. Wollitz gibt für die kommenden Monate schon einmal die Richtung vor. „Wir müssen Schritt für Schritt gehen, Demut und Bescheidenheit behalten, diese Mannschaft weiter unterstützen“, sagte er. „Wenn Braunschweig, Kaiserslautern, Karlsruhe kommen, Rostock oder Zwickau sowieso, dann wollen wir gewinnen und werden alles dafür tun“, so der Übungsleiter. „Aber wenn wir mal unentschieden spielen oder unglücklich verlieren, geht es am anderen Tag weiter.“ Das Ziel ist für den Cheftrainer klar und so sagte er am Freitagabend in Richtung der Vereinsmitglieder: „Am Ende würde ich gern in einem Jahr wieder hier stehen, um mit Ihnen gemeinsam den Klassenerhalt zu feiern.“