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| 19:59 Uhr

Fussball
Energie Cottbus mit einer Million Euro Überschuss

Den Mitgliedern wurde das neue Trikot für die Saison 2018/19 präsentiert.
Den Mitgliedern wurde das neue Trikot für die Saison 2018/19 präsentiert. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der FC Energie Cottbus hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Überschuss von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das hat Präsident Michael Wahlich am Freitagabend auf der Mitgliederversammlung erklärt. Außerdem wurde eine wichtige Satzungsänderung beschlossen. Von Sven Hering

Die Sonne strahlte noch am Freitagabend über dem Stadion der Freundschaft und schuf somit die passende Symbolik für die derzeitige Stimmungslage beim Drittliga-Aufsteiger. Denn neben dem sportlichen Erfolg konnte der Verein am Freitag seinen Mitgliedern auch positive Zahlen verkünden. Dank Transfererlösen und laut Verein angemessenen Sparmaßnahmen sei die Konsolidierung weiter vorangetrieben worden. Sponsoren, Fans und Mitglieder hätten die Grundlage dafür gelegt, dass das Geschäftsjahr 2017 mit einem Überschuss von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen werden konnte, wie Präsident Michael Wahlich erklärte. Die Vermögenslage des Vereins beläuft sich per 31. Dezember 2017 somit auf 1,125 Millionen Euro an Eigenkapital inklusive der gezeichneten Genussscheine.

Vor einem Jahr klangen die Nachrichten noch nicht so gut. So gab es im Geschäftsjahr 2016 einen Fehlbetrag von 489 000 Euro. Im Zuge der Zeichnung von Genussscheinen zum Ende des Jahres 2016 konnte dieser Fehlbetrag allerdings vollständig aufgefangen werden.

FCE-Präsident Michael Wahlich.
FCE-Präsident Michael Wahlich. FOTO: Steffen Beyer

In den kommenden Monaten soll beim FCE weiter in die Infrastruktur investiert werden. So hat der FCE einen Fördermittelbescheid des Landessportbundes für die Modernisierung des Umkleide- und Sozialtraktes im Südstadion erhalten. Weitere 385 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Der FCE muss Eigenmittel in Höhe von 175 000 Euro aufbringen. Dieses Geld soll eingeworben werden und dafür auch die Sonderumlage in Höhe von 63 000 Euro Verwendung finden. Nach dem Bau des Kunstrasenplatzes im vergangenen Jahr könne somit nun ein weiterer bedeutender Schritt für die Zukunft des Vereins gegangen werden, so Michael Wahlich. Für beide Vorhaben seien durch den Landessportbund insgesamt 865 000 Euro zur Verfügung gestellt worden – hinzu kommen Eigenmittel in Höhe von 335 000 Euro, die somit ein Gesamtbauvolumen in Höhe von 1,2 Millionen Euro begründen.

Mit einer Satzungsänderung hat die Mitgliederversammlung die Voraussetzungen geschaffen, dass der Verein künftig mit Zustimmung der Mitglieder Mannschaften, Geschäftsbereiche oder Abteilungen als Kapitalgesellschaften ausgründen kann. Für Präsident Michael Wahlich ist das ein unabdingbarer Schritt, soll der FCE im Profigeschäft auch künftig konkurrenzfähig sein. „Wir müssen die Chancen für den Verein maximieren und Risiken minimieren“, sagte er. Die Lizenzspielerabteilung, aber auch eine mögliche Stadion- oder Vermarktungsgesellschaft müssten in die Überlegungen einbezogen werden. Die Änderung wurde mit großer Mehrheit der 400 anwesenden Mitglieder beschlossen.

Schließlich wurde am Freitag noch ein besonderes Geheimnis gelüftet: Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz präsentierte das neue Trikot für die kommende Spielserie. Dieses ist klassisch in den Farben Rot und Weiß gestaltet, hat als wiederkehrende Elemente die Doppelstreifen sowie einen großen Querstreifen auf der Brust. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Trikot aus der Aufstiegssaison 1999/2000 sei nicht von der Hand zu weisen, so der Verein. Das Trikot wird 66 Euro kosten.

Am Sonntag können die Fans die Mannschaft beim ersten Vorbereitungsspiel gegen eine Spremberger Stadtauswahl erleben. Anstoß in Spremberg ist um 17 Uhr.