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FUSSBALL
Energie freut sich über friedliches Fußballfest

Die Fans auf den Rängen sorgten für tolle Derby-Stimmung.
Die Fans auf den Rängen sorgten für tolle Derby-Stimmung. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus freut sich über ein friedliches Fußballfest beim 4:0 gegen Babelsberg. Auch die Bilanz der Polizei fällt weitgehend positiv aus. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Das massive Polizei-Aufgebot hat sich diesmal gelohnt. Neben einem souveränen Heimsieg freut sich Energie Cottbus über ein friedliches Fußballfest beim 4:0 (3:0) gegen den SV Babelsberg am Sonntagnachmittag im Stadion der Freundschaft. „Ich habe heute einen sehr entspannten Fußballnachmittag erlebt. Ich hatte das Gefühl, dass alle Beteiligten sehr gewissenhaft daran gearbeitet haben, dass wir ein friedliches Fußballspiel erleben können“, sagt FCE-Präsident Michael Wahlich zur RUNDSCHAU.

Auch die Polizei berichtet, dass der Einsatz „zum überwiegenden Teil störungsfrei“ verlaufen sei. Aktenkundig wurden lediglich fünf Cottbuser, bei denen im Rahmen von Personenkontrollen vor dem Spiel pyrotechnische Erzeugnisse gefunden wurden. „Die Personen wurden daraufhin für die Dauer des Spiels in Gewahrsam genommen. Zu weiteren Störungen und Straftaten im Zusammenhang mit dem Fußballspiel kam es nicht“, teilt die Polizei mit.

Neben einem Großaufgebot der Polizei rund um das Stadion wurden auch die Einlasskontrollen noch einmal verschärft. Mit Erfolg: Anders als in der vergangenen Saison, als beide Duelle zwischen Cottbus und Babelsberg von Ausschreitungen überschattet waren, kam es diesmal auch im Stadion zu keinen gravierenden Vorfällen. „Ich bin auch sehr froh darüber, dass sich die Energie-Fans nicht von den verbalen Provokationen aus dem Babelsberger Block haben provozieren lassen“, betont FCE-Präsident Michael Wahlich mit Blick auf das eine oder andere verbal Geplänkel.

Beim vorangegangen Spiel in Potsdam hatte es im April Krawall mit rechtsradikalen Ausschreitungen gegeben. Cottbuser Fans hatten den Hitlergruß gezeigt und nationalsozialistische Parolen gerufen. Babelsberger Fans antworteten mit Rufen wie „Nazischweine raus“. Gegen beide Vereine wurden vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) Verfahren eingeleitet.

Die Stadt Cottbus, Energie Cottbus, die Polizei und die Bundespolizei hatten an die Fans appelliert, sich friedlich zu verhalten. Der gesamte Bereich des Stadions der Freundschaft war am Sonntag mit Videokameras überwacht worden, um Störungen dokumentieren zu können.

7114 Zuschauer - darunter etwa 400 aus Babelsberg - sorgten insgesamt für eine positive Derby-Stimmung, die zumindest die Spieler von Energie Cottbus beflügelte. Das Fazit von FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Danke an das Publikum für die tolle Stimmung und das faire Verhalten.“