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| 15:16 Uhr

Holt der FCE nun einen neuen Coach?
Energie Cottbus verliert Co-Trainer Frank Eulberg

 Frank Eulberg war am Mittwoch bereits beim Training von Eintracht Braunschweig im Einsatz
Frank Eulberg war am Mittwoch bereits beim Training von Eintracht Braunschweig im Einsatz FOTO: imago images / Hübner / via www.imago-images.de
Cottbus. Frank Eulberg verlässt den FC Energie Cottbus. Der Co-Trainer von Chefcoach Claus-Dieter Wollitz wechselt jetzt zu seinem Heimatclub. Was bedeutet das für den FCE? Von Jan Lehmann

Diesen Wechsel zu Eintracht Braunschweig kann man Frank Eulberg kaum verübeln. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der 56-Jährige einen Einjahresvertrag beim Drittligisten unterschrieben hat und dort den neuen Cheftrainer Christian Flüthmann unterstützen wird.

Bereits in seiner Zeit in der Lausitz und vor allem vor dem dramatischen Abstiegsendspiel in Braunschweig hatte er offen zugegeben, dass die Eintracht seine alte Liebe ist.

In Braunschweig stand er bereits als Junge in der Kurve und hat den Blau-Gelben einst in der Fußball-Bundesliga zugejubelt. Eulberg, der in Salzgitter zur Welt kam und im benachbarten Braunschweig zu Schule gegangen ist, sagt: „Ich bin in der Region groß geworden, das war mein Verein. Ich sehe es noch vor mir: Das Stadion, die Spiele – das war eine tolle Zeit.“ Eulberg hat nachgerechnet und kommt auf eine unglaubliche Zahl: „Ich habe etwa 500 Spiele dort live im Stadion erlebt – als Kind angefangen, dann als Jugendlicher und später als Spielbeobachter.“

Eulbergs Heimkehr nach Braunschweig

Nun freut er sich über die Heimkehr. In der Pressemitteilung der Eintracht betonte er: „Vor 19 Jahren hat meine Laufbahn als Trainer begonnen, jetzt komme ich als gestandener Coach zurück nach Hause. Es ist etwas ganz Besonderes für mich, bei der Eintracht zu arbeiten. Bei dem Klub, bei dem ich als Kind und Jugendlicher mehrere hundert Spiele live im Stadion erleben durfte. Für diesen Verein tätig zu sein, ist eine absolute Herzensangelegenheit."

Das Kuriose: Obwohl Eulberg schon weit in der Fußball-Republik herumgekommen ist, hatte er bis zum 1:1 zwischen der Eintracht und Energie am 38. Spieltag noch nie im Braunschweiger Stadion auf der Bank gesessen.

Wie geht es nun bei Energie Cottbus weiter?

Nun wird er das öfter tun – bleibt indes der Platz neben Trainer Claus-Dieter Wollitz leer? Der Cottbuser Coach hatte sich bereits am Dienstagabend nach dem Spiel in Senftenberg kurz zu dem sich anbahnenden Wechsel von Eulberg geäußert. Demnach habe er sich mit dem Verein schon zuvor darauf geeinigt, mit dem Co-Trainer weiterarbeiten zu dürfen. Eulbergs Stelle sollte ursprünglich gestrichen werden.

Das ist offenbar vom Tisch. Wollitz betonte wie wichtig es gerade beim Aufbau der neuen Mannschaft sei, einen Mann für Spiel- und Spielerbeobachtungen einsetzen zu können. Er kündigte an, dass er der Verein im Fall von Eulbergs Abgang einen Nachfolger suchen werde. Die Suche dürfte nun begonnen haben.