ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Förster will sich selbst überbieten

Benjamin Förster hat in der Vorsaison 13 Liga-Treffer erzielt. Dazu kamen noch acht Pokaltore.
Benjamin Förster hat in der Vorsaison 13 Liga-Treffer erzielt. Dazu kamen noch acht Pokaltore. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Energie-Angreifer geht mit viel Zuversicht in die Saison. Er sagt: "Wir sind der Favorit." Seine Ziele sind ambitioniert. Jan Lehmann

Wenn der FC Energie Cottbus am Sonntag gegen die TSG Neustrelitz (Anstoß 13.30 Uhr) in die Regionalliga Nordost startet, dann ist beim FCE noch eine Stelle im Kader unbesetzt - und zwar ganz vorn im Angriff. Nach Abschluss der Testspiele zeigte sich Trainer Claus-Dieter Wollitz zwar insgesamt sehr zufrieden mit seinem Team, betonte jedoch: "Hinter Streli Mamba und Benjamin Förster haben wir keinen weiteren adäquaten Angreifer."

Doch die Suche nach einem weiteren Mann für die Torgefahr ist mühsam. Die Verhandlungen mit dem SV Babelsberg um Torjäger Andis Shala sind längst ins Stocken geraten. Ohnehin hat man den Eindruck, dass Energie auf der Position anders plant. Intern liebäugelt man mit einer Ausleihe eines jungen Stürmers von einem höherklassigen Team. Gesucht wird ein schneller Mann mit Kopfballstärke - und er muss natürlich ins Gehaltsgefüge beim Viertligisten passen.

Wollitz beschreibt, dass man davon abhängig sei, wie sich der Stürmermarkt in den oberen Ligen entwickelt. Das kann dauern, die Transferperiode endet schließlich erst am 31. August. Der Trainer betont: "Wir müssen Geduld haben. Außerdem habe ich viel Vertrauen in unsere Stürmer."

Sieben Treffer hat Mamba in der Vorbereitung erzielt, sechs Förster - insgesamt traf der FCE in den sieben Spielen 35-mal. Diese Torquoten haben jedoch noch nicht viel Aussagekraft, hat der FCE doch in einem Spektrum von Achtligist bis tschechischer erster Liga ganz unterschiedliche Gegner bespielt.

Benjamin Förster betont: "Die Ergebnisse der Testspiele sind nicht entscheidend. Wir müssen am Wochenende anfangen, zu gewinnen." Der 27-Jährige geht mit großer Zuversicht in sein zweites Jahr mit dem FCE. Förster betont: "Eigentlich können wir uns nur selber stoppen. Wir sind der Favorit, dem stellen wir uns auch. Wir haben eine Truppe, sind eingespielt, haben gute Neuzugänge bekommen - deswegen gehe ich stark davon aus, dass der erste Platz uns gehört." Dazu will der Angreifer wieder seine Treffer beisteuern - und sich selbst überbieten. Er sagt: "Ich habe vergangene Saison 13 Tore geschossen. Ich hoffe, dass noch ein paar mehr dazukommen. Aber letztlich ist es nur wichtig, dass wir Erster werden."

Nur fünf seiner Treffer hatte Förster dabei in der Rückrunde erzielt, er war in ein Formtief gerutscht. Trainer Wollitz blickt zurück: "Benjamin Förster hat seine Torjägerqualitäten vor allem in der Hinrunde unter Beweis gestellt. Dann gab es einen Bruch, aber dafür gibt es viele Gründe: Eine schwere Verletzung, er hat keinen Rhythmus gefunden, ist dann Vater geworden. Da reagiert jeder anders."

Töchterchen Emma ist jetzt vier Monate alt und war zuletzt beim Testspiel gegen Liberec mit der Mama im Stadion der Freundschaft. Die Vorbereitung hat ihr Papa komplett bestritten, er scheint wie Sturmkollege Mamba fit zu sein. Für Trainer Wollitz sicherlich eine gute Basis, um weiter geduldig zu beobachten, was auf dem Transfermarkt passiert. Er berichtete zuletzt: "Es werden immer noch Unmengen von Spielern angeboten. Aber es muss eben alles passen."

Zum Thema:
Der Nordostdeutsche Fußballverband hat die Spieltage vier bis acht der Regionalliga-Saison 2017/18 termingenau angesetzt. Demnach spielt der FC Energie gegen Auerbauch (A/ 20. August), Meuselwitz (H/ 27. August), Halberstadt (A /10.September) und BFC Dynamo (H/ 17. September) jeweils am Sonntag um 13.30 Uhr. Einzig der Vergleich gegen den Berliner AK (A/ 23. September) findet am Samstag um 13.30 Uhr statt.