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| 16:45 Uhr

Fußball
Förster soll gehen – holt Energie noch Neue?

Auch beim kürzlichen Kiebitztag war Benjamin Förster (r.) nur Zuschauer.
Auch beim kürzlichen Kiebitztag war Benjamin Förster (r.) nur Zuschauer. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Beim FC Energie zeichnet sich eine Trennung ab. Stürmer Benjamin Förster hat keine Zukunft mehr in Cottbus. Die RUNDSCHAU erklärt die Lage auf dem Transfermarkt. Von Frank Noack

Warum soll Benjamin Förster den Aufsteiger in die 3. Liga verlassen?

Der 28-jährige Stürmer war eines der Gesichter des Neuaufbaus im Sommer 2016. In der Regionalliga-Saison 2016/17 kam er in 30 Partien auf 13 Tore und überzeugte vor allem in der Hinrunde. In der Saison 2017/18 absolvierte Förster dann jedoch nur noch die ersten drei Partien, ehe ihn ein Bänderanriss im Sprunggelenk stoppte. Seitdem kam er nie wieder in Tritt und wurde von weiteren Verletzungen geplagt. „Als Benjamin Förster vor zwei Jahren zu uns gekommen ist, hat er im ersten halben Jahr alle Vorgaben erfüllt - sportlich und auch menschlich. Seit eineinhalb Jahren plagen ihn jedoch verschiedene Verletzungen“, sagt Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Deshalb man Förster intern nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen, um Spielpraxis zu bekommen. Wollitz: „Er ist ein reiner Strafraumstürmer. Im Abschluss ist er wahrscheinlich der beste Stürmer, denn wir haben. Aber die Mannschaft ist gewachsen und hat sich weiterentwickelt.“

Wie geht es mit Benjamin Förster weiter?

Der Vertrag des gebürtigen Chemnitzers läuft noch bis Juni 2019. Oberligist VfB Krieschow wollten ihn als Ersatz für den verletzten Torjäger Andy Hebler verpflichten, der wegen eines Kreuzbandrisses mindestens bis Februar ausfällt. Diesen Wechsel hat Förster nach RUNDSCHAU-Informationen jedoch abgelehnt. Wahrscheinlicher ist ein Wechsel in die Regionalliga. „Es kann sein, dass uns Benjamin Förster verlässt. Aber nicht weil er versagt hat, sondern weil er von vielen Verletzungen geplagt worden ist. Es liegt jetzt an ihm, wie er mit der Situation umgeht. Um wieder heranzukommen, braucht er Spiele. Und er braucht Strafraumsituationen“, erklärt Wollitz.

Werden weitere Spieler den Verein verlassen?

Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn hatte zwar Interesse an Streli Mamba bekundet, aber unter einer halben Million Euro will Energie den Torjäger nicht ziehen lassen. Auch das Angebot von Werder Bremen II für Malte Karbstein hat der Verein abgelehnt. „Wir werden auch weiterhin ablehnen“, erklärt Wollitz. „Es sei denn, es kommen Summen ins Spiel, die für den Verein wirtschaftlich einen Sinn machen. Aber Stand heute sind solche Angebote nicht auf dem Tisch. Energie Cottbus ist kein Selbstbedienungsladen.“ Denkbar ist, dass einige junge Spieler ausgeliehen werden.

Holt der FC Energie noch Neuzugänge?

Die Transferperiode läuft bis 31. August. Ursprünglich wollte der Verein noch einen Ersatz für Linksverteidiger Lasse Schlüter sowie einen Offensivmann für die rechte Außenbahn holen. Einer der möglichen Kandidaten – René Guder vom Aufstiegsspiel-Gegner Weiche Flensburg – wechselte zum SV Wehen Wiesbaden. Beim Wiesbadener 2:1-Auftaktsieg in Aalen fehlte Guder allerdings im 18er-Kader. Energie spielt am Sonntag um 13 Uhr in Wiesbaden (LR-Liveticker). „Es sind zwar viele Spieler auf dem Markt, sehr gute Spieler. Aber wir haben einen Kader mit 25 Spielern. Wenn der Kader aufgebläht ist, bringt das meistens auch Unruhe rein“, betont FCE-Trainer Wollitz. „Außerdem kosten neue Spieler Geld. Und mit jedem Spieler, den wir verpflichten, machen wir die Tür für den Nachwuchs zu.“ Wenn Energie noch einmal zuschlägt, dann wohl erst kurz vor dem Ende der Transferperiode.

Claus-Dieter Wollitz: „Förster verlässt uns nicht, weil er versagt hat.“
Claus-Dieter Wollitz: „Förster verlässt uns nicht, weil er versagt hat.“ FOTO: Steffen Beyer