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Förster für zwei Spiele gesperrt

Benjamin Förster sah gegen Bautzen schon in der 17. Minute die rote Karte.
Benjamin Förster sah gegen Bautzen schon in der 17. Minute die rote Karte. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie-Stürmer Benjamin Förster ist vom NOFV für zwei Liga-Spiele gesperrt worden – aber muss er deshalb auch schon im Pokal-Spiel gegen den VfB Stuttgart an diesem Sonntag auf der Bank? Steven Wiesner Frank Noack

Heftig ist in den vergangenen Tagen über den Platzverweis von Benjamin Förster im Ligaspiel gegen Budissa Bautzen diskutiert worden. Nun ist das Strafmaß da: Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat gegen den Energie-Angreifer eine Strafe von zwei Spielen Sperre verhängt. Das ist trotzdem keine schlechte Nachricht. Denn Förster hätten für eine Tätlichkeit auch sechs Wochen Sperre blühen können.

Förster hatte sich bei dem 3:1-Erfolg am Wochenende provozieren lassen, seinen Gegenspieler geschubst, und war deswegen bereits nach 17 Minuten zum Duschen geschickt worden. Vor dem Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart gibt es nun Anzeichen dafür, dass Förster die 17. Minute am Sonntag auf der Ersatzbank erleben wird. Auf der Pressekonferenz am Freitagmittag bestätigte Wollitz, dass der Einsatz seiner Nummer 23 noch offen ist.

Allerdings möchte Wollitz mit der möglichen Maßnahme, Förster aus der Startelf zu nehmen, keinen Zusammenhang zur Fairness-Debatte der letzten Tage herstellen. "Wenn Benni nicht spielen sollte, hat das nichts mit der Roten Karte zu tun", hatte Wollitz schon unter der Woche betont, und diese Meinung verteidigte er auch am Freitag noch. "Ich weiß, dass die Diskussionen losgehen werden, wenn ich Benni am Sonntag auf die Bank setze. Es geht aber nur darum, was an diesem Tag das Beste für unser Spiel ist."

Förster sei "ein Strafraumstürmer", der am wertvollsten sei, wenn die eigene Mannschaft Ball und Gegner kontrolliert. Davon aber kann man gegen einen Bundesliga-Aufsteiger nicht ausgehen. "Also macht es vielleicht mehr Sinn, anstatt mit zwei Stürmern mit einer schnellen Spitze zu spielen." Und das wäre Streli Mamba. Wollitz wollte jedoch auch nicht ausschließen, dass beide Stürmer dabei sind: Förster im Zentrum und Mamba auf der Außenbahn.

Neben Förster hatte sich am Wochenende auch Innenverteidiger José-Junior Matuwila einen Platzverweis eingehandelt. Dass er gegen Stuttgart trotzdem zur ersten Elf gehört, gilt als wahrscheinlich. Er habe laut Wollitz gegen Ende der Saisonvorbereitung die besseren Leistungen gezeigt als der junge Malte Karbstein.