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| 11:31 Uhr

RUNDSCHAU-Interview (mit Video)
Kirschen: „Final-Termin ist erst einmal unumstößlich“

Siegfried Kirschen, Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg
Siegfried Kirschen, Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg FOTO: Jan Lehmann / LR
Am Dienstag soll endgültig entschieden werden, wann das Landespokal-Finale zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus stattfindet. Im RUNDSCHAU-Interview erklärt Siegfried Kirschen, der Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg, warum eine Verlegung der Partie so schwierig ist.

Siegfried Kirschen, der FC Energie Cottbus hat beantragt, dass das Landespokal-Finale verschoben wird. Wie stehen Sie zu diesem Antrag?

KIRSCHEN: Man muss erstmal davon ausgehen, dass es einen festen Termin gibt und das ist der Pfingstmontag. Natürlich hat ein Verein die Möglichkeit, den Antrag auf Verlegung des Spiels zu stellen. Aber das kann man natürlich nicht allein machen, man muss auch mit dem Gegner sprechen. Ich habe auch immer gesagt, dass wir noch die Auslosung zu den Aufstiegsspielen abwarten müssen.

Wieso?

KIRSCHEN: Es kann uns ja unter Umständen auch eine Mannschaft zugelost werden, der ebenfalls im Landespokalfinale steht. Und das ist fast jetzt schon so geschehen, denn man kann davon ausgehen, dass Flensburg eine riesengroße Chance hat, Nord-Meister zu werden. Und damit haben wir die Chance, dass eine gewisse Chancengleichheit für beide Mannschaften vorhanden ist. Deshalb war die ganze Diskussion im Vorfeld eigentlich unangebracht. Jetzt werden wir höchstwahrscheinlich am Dienstagmorgen mit beiden Vereinen am Tisch sitzen und eine Lösung herbeiführen.

Warum ist es für den Fußball-Landesverband so wichtig, dass der Termin eingehalten wird?

KIRSCHEN: Es ist ein Termin, der im vergangenen Jahr mit allen Landesverbänden im DFB vereinbart worden ist – und mit der ARD. Das ist ein fester Termin im Spielplan und damit logischerweise erst einmal unumstößlich. Es muss besondere Umstände geben, damit ein solcher Termin verändert werden kann. Und dazu gehören immer zwei Parteien. Jetzt kommt auch noch die Situation dazu, dass wir eben in der Relegation auch gegen einen Verein höchstwahrscheinlich spielen, der auch im Landespokalfinale steht – und auch hier muss eine gewisse Chancengleichheit vorhanden sein. Ich habe mit meinem Kollegen in Schleswig-Holstein schon Verbindung aufgenommen und insofern wird am Dienstag mit großer Wahrscheinlichkeit eine Entscheidung fallen. Und die wird dann gleichlautend sein für den Verband in Schleswig-Holstein und für unseren Verband.

Sie sind ein erfahrener Mann – was sagt Ihr Gefühl: Wird das Spiel verschoben, oder bleibt der Termin?

KIRSCHEN: Ich kann das vom Gefühl her nicht beurteilen. Für mich steht im Moment nach wie vor der Termin 21. und für eine Verlegung muss es gewichtige Argumente geben, die der Gegner bis zu einem gewissen Grade akzeptiert. Und was viele nicht wissen: Man kann nicht einfach einen Termin festlegen, die Sicherheit geht vor. Wenn ich mir jetzt das Zeitfenster anschaue: Der Pfingstsonnabend scheidet aus, da ist das DFB-Pokalfinale. Der Pfingstfreitag scheidet auch aus, denn im Vorfeld des DFB-Pokalfinales werden wir nie die Genehmigung bekommen, so ein Spiel auszutragen. Was bleibt da noch übrig? Mir wurde schon signalisiert: Abendspiele bekommen sowieso keine Genehmigung. Daran sieht man schon, dass das Zeitfenster immer kleiner wird und die Möglichkeiten sich so verringern, dass man am Ende nur noch eine Lösung hat – und die muss es dann eben sein.

Mit Siegfried Kirschen sprach Jan Lehmann