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FLB-Chef schlägt neuen Aufstiegsmodus vor

Siegfried Kirschen
Siegfried Kirschen FOTO: FLB
Cottbus. Siegfried Kirschen, der Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB), hat sich in die laufende Debatte um die Neuregelung der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga eingeschaltet. Jan Lehmann

Per Pressemitteilung teilte er mit: "Ich werde einer Aufstiegsregelung nur unter der Bedingung zustimmen, dass die fünf Staffelsieger der Regionalligen aufsteigen. Eine andere Variante kommt für mich nicht in Frage!"

Aktuell wird in verschiedenen Gremien des Deutschen Fußball Bundes (DFB) über einen neuen Modus diskutiert. Die Relegationsspiele zwischen den fünf Regionalliga-Meistern und dem Zweiten aus der Regionalliga Südwest sorgen jedes Jahr für neuen Unmut, weil dadurch regelmäßig mindestens zwei Meisterteams um ihren verdienten Lohn - den Drittliga-Aufstieg - gebracht werden.

In einer bundesweiten RUNDSCHAU-Umfrage unter allen Regionalliga-Vertretern hatte sich die Mehrheit der Clubs gegen den Relegations-Modus zum Drittliga-Aufstieg ausgesprochen. Eine Online-Petition des Vetschauers Martin Mielchen zur Abschaffung der Aufstiegsspiele fand zudem mehr als 17 000 Unterstützer. Zuletzt hat das Fußballmagazin "11Freunde" eine eigene Petition gestartet. Dessen Redaktion plädiert für die Reduzierung auf drei Regionalligen, wobei alle Reserveteams der großen Clubs vom Liga-Betrieb ausgeschlossen werden. Ein Meister müsse direkt aufsteigen, so auch der Tenor bei "11Freunde", dem nun auch Kirschen beipflichtet.

Der FLB-Chef bringt allerdings einen völlig neuen Vorschlag für einen Aufstiegsmodus ein. Er erklärt: "Da eine Reduzierung auf drei Staffeln ausgeschlossen wird, wäre eine Aufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften möglich, fünf Absteiger würden Platz machen für fünf Aufsteiger."

Bisher spielen in der 3. Liga 20 Mannschaften, drei davon steigen in jeder Saison ab.