| 18:58 Uhr

Fußball
FCE zieht ins Pokal-Viertelfinale ein

Energie Cottbus jubelt in Bernau: Gabriel Boakye erzielte den ersten Treffer und bekommt Glückwünsche von Andrej Startsev.
Energie Cottbus jubelt in Bernau: Gabriel Boakye erzielte den ersten Treffer und bekommt Glückwünsche von Andrej Startsev. FOTO: Sven Bock / LR
Bernau. Energie Cottbus löst im Landespokal souverän die nächste Pflichtaufgabe: Gegen Brandenburgliga-Aufsteiger FSV Bernau gewinnt der Regionalligist klar mit 6:1. Von Sven Bock

Wie vor der Partie angekündigt, baute FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz sein Team im Vergleich zu den vorangegangenen Ligaspielen auf mehreren Positionen um. Kapitän Marc Stein stand zwar im Kader, aber bekam ebenso eine 90-minütige Pause wie unter anderem Fabio Viteritti. Auch bei Toptorschützen Streli Mamba wollte Wollitz vor dem Derby gegen den SV Babelsberg 03 kein Risiko eingehen. Dafür stand Marcel Baude nach mehrwöchiger Verletzungspause erstmals wieder im Aufgebot – und zahlte das Vertrauen auch sofort mit einem Treffer zurück. Im Tor kam Ersatzkeeper Matti Kamenz zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für Energie. Max Grundmann, Paul Gehrmann und Christos Papadimitriou waren die weiteren neuen Gesichter in der Startaufstellung. Die Umstellungen merkte man den Cottbusern in keiner Phase der Partie an. Ähnlich wie schon in den Pokalduellen gegen Blankenfelde und Falkensee stellte der Favorit die Ampel früh auf Grün. In der 12. Minute nahm es der fleißige und stets anspielbare Gabriel Boakye mit der halben Bernauer Hintermannschaft auf. Alleine vor FSV-Keeper Mohamed Hussein blieb er cool und schob die Kugel zur schnellen Führung der Cottbuser ins Netz.

In der Folge bestimmte der Regionalligist Ball und Tempo. Bernau zog sich weit zurück und versuchte mit Nadelstichen offensiv Akzente zu setzen. Doch vor der Pause hatte Energies Schlussmann Kamenz nicht einen einzigen gefährlichen Ball zu halten. Das war auch FSV-Coach Christian Städing zu wenig: „Man hat schon gemerkt, dass es, auch wenn es nur zwei Spielklassen sind, ein erheblicher Unterschied zwischen beiden Teams ist. Cottbus ist einfach eine Profimannschaft. Und sie haben noch nicht mal an ihrer Leistungsgrenze gespielt. Es war in Ordnung von unserer Seite, aber eine ernsthafte Chance zu gewinnen hatten wir nicht. Das 1:6 ist mir persönlich etwas zu hoch. Und ich hätte mir auch etwas mehr Mut meiner Mannschaft gewünscht. Aber das Ergebnis war vollkommen verdient.“

Vor der Pause schraubten Marcelo de Freitas Costa mit einem Doppelpack und Kevin Weidlich das Ergebnis zum vorentscheidenden 4:0 in die Höhe. Der brasilianische Spielmacher stand bei zwei abgewehrten Bällen in der 29. und 41. Minute goldrichtig und traf jeweils im Nachschuss.

Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf nichts. Cottbus dominierte klar die Partie, Bernau war voll und ganz mit der eigenen Abwehrarbeit beschäftigt. In der 61. Minute schickte Lasse Schlüter den eingewechselten Björn Ziegenbein per Pass in die Schnittstelle auf die Grundlinie. Von dort legte er zurück auf den ebenfalls in der zweiten Halbzeit sein Comeback feiernden Marcel Baude, der nur noch einschieben musste zum 5:0. Ziegenbein erzielte das 6:0.

Trotz des Gegentreffers war Trainer Claus-Dieter Wollitz zufrieden: „Wir wollen den Titel verteidigen, da musst du gegen einen Sechstligisten gewinnen. Mir hätte heute auch ein 3:0 gereicht, dass es dann sechs Tore mit noch vielen Chancen geworden sind, ist natürlich umso schöner.  Schön ist auch, dass Marcel Baude sein Comeback in dieser Saison gefeiert hat. Er hat dafür hart gearbeitet in der Reha und hat die Belohung durch das Tor bekommen. Von daher sind wir zufrieden.“ Auch die Rotation in der Aufstellung hat sich für den Trainer bewährt: „Ein kleiner Kader ist gefährlich. Aber auf der anderen Seite kannst du dadurch auch den anderen Spielern Möglichkeiten geben, um Praxis zu sammeln. Oder sich vielleicht auf anderen Positionen zu entwickeln. Trotzdem hätte ich jetzt gerne den einen oder anderen Spieler zurück, weil es in der Meisterschaft schon mehr Gegenwehr gibt. Da brauchen wir gerade in den Herbst- und Wintermonaten mehr Rythmus und klare Organisation“, so Wollitz.