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FCE will Sturm "extrem" stärken

Benjamin Förster (M.) wird am Sonntag gegen Wacker Nordhausen wieder gemeinsam mit Streli Mamba stürmen.
Benjamin Förster (M.) wird am Sonntag gegen Wacker Nordhausen wieder gemeinsam mit Streli Mamba stürmen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus konzentriert sich bei der Suche nach Neuzugängen ganz auf die Offensive: Drei Spieler sollen kommen. Doch der Markt ist umkämpft – auch wegen Clubs wie Nordhausen. Frank Noack

Es ist das Aufeinandertreffen von zwei völlig unterschiedlichen Philosophien. Wenn Energie Cottbus am Sonntag im letzten Heimspiel der Regional liga-Saison 2016/17 auf Wacker Nordhausen trifft (Anpfiff um 13.30 Uhr/LR-Liveticker), dann stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die wenig Gemeinsamkeiten haben. Energie musste im vergangenen Sommer nach dem Abstieg aus der 3. Liga ein komplett neues Team aufbauen und beschränkte sich aus Kostengründen auf einen kleinen Kader. In Nordhausen wurde dagegen erneut geklotzt und der ohnehin schon sehr große Kader mit klangvollen Namen wie Bundesliga-Profi Marco Sailer angereichert.

Gemein habe beide Clubs im Prinzip nur die Tatsache, dass sie im Duell mit dem neuen Meister Carl Zeiss Jena unterlegen waren. Klar ist schon jetzt: Auch in der bevorstehenden Sommerpause werden sich Energie Cottbus und Wacker Nordhausen wieder mit ganz unterschiedlichen Ansätzen auf dem umkämpften Transfermarkt gegenüberstehen.

Der FCE will sich bei der Suche nach Verstärkungen diesmal ganz auf die Offensive konzentrieren. Auch an diesem Sonntag sollen mit Benjamin Förster und Streli Mamba wieder zwei Stürmer auflaufen. Laut Wollitz durchaus ein Fingerzeig für die neue Saison. "Wir wollen künftig mit zwei Stürmern spielen, um den Druck im gegnerischen Strafraum zu erhöhen." Und entsprechend soll auch der Kader im Sommer verstärkt werden, zumal der auslaufende Vertrag mit Tom Nattermann wohl nicht verlängert wird.

Das Ziel: Drei neue Offensivspieler sollen kommen. Und zwar keine Ergänzungsspieler, sondern echte Verstärkungen, wie Wollitz ausdrücklich klarstellt: "Wir konzentrieren uns darauf, drei extrem starke Spieler zu verpflichten, die das Niveau der Mannschaft erhöhen. Spieler, die eigentlich auf Anhieb gesetzt sind, auch wenn es natürlich für alle bei null losgeht." Laut Wollitz sind es "Spieler, die die Regionalliga Nordost kennen. Oder die 3. Liga."

Vor allem auf den Außenbahnen soll künftig noch mehr Tempo gemacht werden. Nach Information der RUNDSCHAU wollte Energie deshalb Flügelflitzer Kai Pröger vom BFC Dynamo verpflichten. Pröger hat aber inzwischen abgesagt und steht vor dem Wechsel in die 3. Liga.

Dem Vernehmen nach lag ihm - natürlich - auch ein Angebot von Wacker Nordhausen vor. Denn Spieler, die für Energie interessant sind, hat meistens auch der Liga-Rivale im Visier. Der Kampf auf dem Transfermarkt ist in vollem Gange. "Mannschaften, die mit mehr Möglichkeiten ausgestattet sind, sind natürlich umso gefährlicher", erklärt Wollitz mit Blick auf Nordhausen. In der Branche wird viel geflüstert - auch über die Angebote der anderen Clubs. Angesichts mancher Zahlen kann Wollitz nur den Kopf schütteln. "Solche Angebote zu machen… Selbst wenn das Geld da wäre, würde ich das nicht bezahlen. Wir reden hier von der 4. Liga. Und diesen Wert kann der Spieler in der 4. Liga gar nicht erbringen."

Energie will auch weiter mit der sportlichen Perspektive und den Profibedingungen hier in Cottbus punkten. Wollitz weiß, dass der FCE in finanzieller Hinsicht nicht mithalten kann - zum Beispiel mit Sonntag-Gegner Nordhausen. Seine Strategie: "Wir möchten ein sportliches Angebot abgeben."