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FCE will sich von seinen Fans tragen lassen

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus ist Tabellenführer – zumindest was die Zuschauerzahlen bei Heimpartien betrifft. Im Spitzenspiel gegen den Berliner AK an diesem Samstag hofft der FCE auf eine neue Rekord-Kulisse. Und er will die Anhänger endlich verwöhnen. Frank Noack und Steven Wiesner

Der Wunsch ist deutlich formuliert. 6000 Zuschauer und damit ein neuer Saisonrekord sollen es am Samstag werden, wenn Energie Cottbus im Topspiel der Fußball-Regionalliga Nordost auf den Berliner AK trifft (14.05 Uhr, LR-Liveticker, rbb live). Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz will den Rekord: "Da hätte ich Bock drauf." Der bisherige Bestwert steht bei 5655 Besuchern im Stadion der Freundschaft - aufgestellt am 6. August beim ersten Heimspiel gegen RB Leipzig II.

Die Zuschauer-Tabelle führt der FCE mit einem Schnitt von 5007 Besuchern pro Heimspiel an. Zum Vergleich: Der BAK liegt mit 384 Fans nur auf dem vorletzten Platz. "Die Zuschauer können der 12. Mann für uns sein. Wenn sie sehen, dass wir alles geben, dann geben sie auch alles", ist Trainer Wollitz vor dem Duell Zweiter gegen Dritter sicher.

Dabei hat Energie seine Fans in den Heimspielen zuletzt nicht gerade verwöhnt. Drei Siege und zwei Unentschieden sind zwar eine ganz ordentliche Bilanz. Spielerisch, vor allem aber in Sachen Tore ist noch viel Luft nach oben. Immerhin sahen die FCE-Anhänger in den bisherigen fünf Partien sage und schreibe erst vier Treffer ihres Teams. Nur Union Fürstenwalde (3) hat noch weniger Heimtreffer erzielt. "Wir konnten die meistens guten Auswärtsleistungen zu Hause nicht so bestätigen, wie wir uns das vorgestellt haben", räumt Wollitz ein.

In der Tat hat Energie seine höchsten Saisonsiege auswärts eingefahren - jeweils 4:0 beim VfB Auerbach und am vergangenen Sonntag bei der TSG Neustrelitz. Im Stadion der Freundschaft erlebten die Fans zuletzt 1:0-Quälereien gegen ZFC Meuselwitz, Budissa Bautzen und Union Fürstenwalde. Trainer Wollitz würde am liebsten diese Ergebnisse eintauschen. "Mein Wunsch ist es, dass wir auswärts mal nur 1:0 spielen und dafür zu Hause lieber 4:0 gewinnen."

Die Gründe für die Diskrepanz liegen neben dem von Wollitz vermissten "Tor-Glück" in den Heimspielen auch in der Ausrichtung der Gegner. In den Heimspielen trifft Energie meistens auf defensiv ausgerichtete Teams. Sie zu knacken, fällt dem Team schwer. Dazu kommt, dass der FCE in vielen Partien in der Tat seine vorhandenen Chancen nur selten zu nutzen vermochte.

Auswärts hat das Team dagegen mehr Räume, weil die Kon trahenten vor ihren Heim-Fans mutiger spielen. Am Samstag gegen den BAK dürfte Energie eine Art Mischvariante erwarten. Die Gäste gehören zu den Topteams der Liga und werden sich nicht nur hinten reinstellen.

Wollitz erwartet ein Spiel auf Augen höhe, in dem die Fans als zwölfter Mann gefragt sind. "Bislang konnten wir den Heimvorteil noch gar nicht so richtig nutzen", findet der FCE-Coach.