ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:09 Uhr

Fußball
FCE verhandelt mit Babelsberg: Finale am 16. Mai?

Das Finale zwischen Energie und Babelsberg soll eigentlich am 21. Mai stattfinden.
Das Finale zwischen Energie und Babelsberg soll eigentlich am 21. Mai stattfinden. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus kämpft weiter für eine Verlegung des Landespokal-Endspiels gegen Babelsberg. Eine wichtige Hürde für eine Verlegung ist bereits genommen. Doch der endgültige Spieltermin bleibt umstritten. Von Frank Noack

Ist das der Durchbruch im Ringen um eine Verlegung des Pokalfinales zwischen den beiden Regionalliga-Konkurrenten SV Babelsberg und Energie Cottbus? FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz hat nach eigener Aussage am Freitag ein langes Telefonat mit seinem Babelsberger Kollegen Almedin Civa geführt. „Mein Trainer-Kollege hat unter sportlichen Gesichtspunkten mit der Verlegung kein Problem“, erklärt Wollitz auf Nachfrage der RUNDSCHAU.

Der genaue Termin ist jedoch weiter strittig. Angesetzt ist das Endspiel im Brandenburger Fußball-Landespokal für den 21. Mai. An diesem Tag findet zum dritten Mal der zentrale Finaltag der Amateure mit der Live-Konferenz in der ARD statt. Wegen der zeitlichen Nähe zu den beiden Aufstiegsspielen am 24. und 27. Mai hatte Energie Cottbus am Mittwoch beim Fußball-Landesverband einen Antrag auf Verlegung eingereicht. Der in dem Antrag vorgeschlagene Termin am Männertag (10. Mai, 13.45 Uhr) dürfte jedoch kaum realistisch sein. Denn einen Tag vorher bestreitet Babelsberg sein Nachholspiel gegen Oberlausitz Neugersdorf.

Eine wichtige Hürde für die Verlegung ist immerhin schon genommen. Der für die Live-Konferenz federführende Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat das Duell zwischen Babelsberg und Cottbus nach Informationen der RUNDSCHAU für einen anderen Termin freigegeben. Das bedeutet: Der WDR besteht nicht mehr darauf, dass die Partie zwingend im Rahmen des Finaltages der Amateure am 21. Mai stattfinden muss.

Energie-Trainer Wollitz hat sich deshalb jetzt noch einmal für den 16. oder 17. Mai als Final-Termin ausgesprochen und verweist neben der Imagepflege durch einen separaten Termin auch darauf, dass es im Falle des Cottbuser Aufstiegs einen Absteiger weniger aus der Regionalliga geben würde.

Für Wollitz ist die Verlegung „eine Frage der Solidarität“. Er betont: „Es geht hier um das Land Brandenburg. Natürlich haben auch wir ein großes Interesse daran – dazu stehe ich. Weil wir uns dann besser regenerieren können. Alles andere wäre gelogen. Es ist jetzt eine Frage der Solidarität. Gibt es diese Solidarität oder gibt es sie nicht?“

Auch vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den beiden Clubs wegen der Ausschreitungen beim Spiel in Babelsberg im April 2017 sowie der anschließenden juristischen Aufarbeitung hält Wollitz die Verlegung für sinnvoll: „Gerade diese beiden Vereine könnten aufeinander zugehen und bei aller sportlichen Rivalität ein öffentliches Signal setzen.“

Für Claus-Dieter Wollitz ist die Verlegung „eine Frage der Solidarität“.
Für Claus-Dieter Wollitz ist die Verlegung „eine Frage der Solidarität“. FOTO: Steffen Beyer