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FCE: Schlittenfahrt für die Konzentration

FCE-TrainerClaus-DieterWollitz
FCE-TrainerClaus-DieterWollitz FOTO: Beyer
Cottbus. Claus-Dieter Wollitz ist mit den Profis von Energie Cottbus in der vergangenen Woche im Training Schlitten gefahren – mitten im Lausitzer Frühling. Vor allem aber: kurz vor dem Saisonende! Bei dieser Übung müssen die Spieler ein mit Gewichten beschwertes Trainingsgerät, den sogenannten Schlitten, im Sprinttempo hinter sich herziehen. Frank Noack

Damit werden die Sprintfähigkeit und die Schnellkraft trainiert - vorzugsweise während der Saisonvorbereitung.

Dass Wollitz jetzt kurz vor dem Saisonende zur Schlittenfahrt rief, hatte einen guten Grund. "Es geht darum, die Konzentration bis zum Schluss hochzuhalten", erklärt der FCE-Trainer mit Blick auf das bevorstehende Finale im Brandenburger Landespokal gegen den FSV Luckenwalde am 25. Mai im Stadion der Freundschaft.

Wie schwer das ist, erfährt derzeit auch der lange Zeit souveräne Regionalliga-Tabellenführer Carl Zeiss Jena. Seitdem die Thüringer die Meisterschaft perfekt gemacht haben, läuft bei ihnen praktisch nichts mehr. Jena hat zwei Niederlagen in Serie kassiert und wankt regelrecht den Relegationsspielen gegen Viktoria Köln entgegen.

Auch Energie Cottbus musste das Aus im Titel-Duell mit Jena ebenfalls erst einmal verdauen und sich dann neu motivieren. Zuletzt klappte die Sache mit der Konzentration wieder besser, wie die Siege in Luckenwalde (3:0) sowie am vergangenen Sonntag gegen Wacker Nordhausen (2:0) belegen.

Trainer Wollitz hat seiner Mannschaft für den Liga-Abschluss an diesem Samstag bei Oberlausitz Neugersdorf sowie das Pokalfinale gegen den FSV Luckenwalde am Himmelfahrtstag eine klare Aufgabe gestellt: "Wir müssen jetzt noch zwei Mal alles raus hauen. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft ihre Spielfreude behält und auch ihre Überzeugung, diese Spiele zu gewinnen."

Sich noch einmal zu motivieren, obwohl die Luft scheinbar schon raus ist - auf diesen Spagat kommt es gerade jetzt am Ende einer langen und anstrengenden Saison an. Neben der Schlittenfahrt im Training setzt Wollitz auch auf den Konkurrenzkampf bei Übungseinheiten. Die Spieler können sich jetzt mit guten Leistungen für die Final-Startelf gegen Luckenwalde empfehlen, hatte er kürzlich betont. Jüngstes Beispiel für diese Konzentrationsübung: Dass die Stammspieler José-Junior Matuwila und Lasse Schlüter gegen Nordhausen nicht zur Startelf gehörten, sei laut Wollitz kein personelles Experiment gewesen: "Ich war mit ihren Trainingsleistungen einfach nicht zufrieden."