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| 19:49 Uhr

Fussball
FCE-Profis stehen zu Trainer Wollitz

Streli Mamba, der gegen Fürstenwalde mit zwei Vorlagen glänzte, sagt: „Wir schätzen den Trainer sehr, wollen alle, dass er weitermacht.“
Streli Mamba, der gegen Fürstenwalde mit zwei Vorlagen glänzte, sagt: „Wir schätzen den Trainer sehr, wollen alle, dass er weitermacht.“
Cottbus. Nach den Rücktrittsgedanken von Claus-Dieter Wollitz gibt es ein klares Zeichen von seiner Mannschaft: Das Team wünscht sich, dass der Coach auch kommende Saison in Cottbus bleibt. Von Jan Lehmann

Neben den überbordenden Liebesbekundungen vom Cottbuser Publikum hat Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 4:1-Sieg gegen Union Fürstenwalde viel Rückendeckung von der eigenen Mannschaft bekommen. So erklärte nicht nur Kapitän Marc Stein, dass es immens wichtig sei, dass Wollitz auch in der kommenden Saison Trainer beim FCE ist.

Der 52-jährige Coach hatte zuvor offenbart, dass er wegen der Querelen mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB) und dem Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) sogar über sein Karriere-Ende als Trainer nachdenke. Am Sonntag nach dem Spiel erneuerte er seine Vorwürfe an DFB-Präsident Reinhard Grindel und FLB-Chef Siegfried Kirschen. Deren öffentlicher Aufruf zur Besonnenheit habe für ihn das Fass zum Überlaufen gebracht. Wollitz erklärte erneut: „Das Verhalten dieser Herren ist weltfremd und abartig.“

Im Spielerkreis sieht man diese Diskussion laut Streli Mamba „relativ entspannt“. Der Angreifer, der gegen Fürstenwalde nach seiner Einwechslung mit zwei Vorbereitungen glänzte, erklärte aber auch eindeutig: „Wir schätzen den Trainer sehr, wollen alle, dass er weitermacht. Er leistet hier super Arbeit, er steht hinter der Mannschaft, hinter dem Verein, hinter allem, was er tut. Uns als Team würde es auf jeden Fall freuen, wenn er weitermacht.“ Das bestätigte Felix Geisler, der betonte: „Ich hoffe es sehr, dass der Trainer bleibt.“

Der 21-Jährige, der nach seiner frühen Auswechslung im Spiel bei Hertha BSC II nun als Einwechsler mit starken Aktionen glänzte, erklärte: „Ich bin froh, wieder das Vertrauen gekriegt zu haben und zur Halbzeit gekommen zu sein. Dann haben wir gemeinsam mit Streli und der gesamten Mannschaft das Ruder rumgerissen und in der zweiten Halbzeit eine gute Partie gezeigt.“

Dass Trainer Wollitz ihn zuvor öffentlich in Schutz genommen hatte und immer wieder in den höchsten Tönen von Geisler spricht, hat der Vetschauer ganz genau registriert. Er betonte: „Dieser Rückhalt ist auf jeden Fall sehr wichtig, ich bin wirklich froh darüber. Da kann man sich gut entwickeln. Weil ich jung bin, brauche ich das auch. Ich habe vor, mich hier noch eine Weile zu entwickeln und hoffe, dass das mit dem Erfolg einhergeht.“

Den ersten Erfolg könnte Geisler bereits am Mittwoch mit Energie feiern. Mit einem Sieg im Nachholspiel beim FSV Luckenwalde (19 Uhr/LR-Liveticker) wäre die Regionalliga-Meisterschaft sicher.