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| 18:59 Uhr

Energie-Diskussionen mit den Fans
„Seid ihr überhaupt noch eine Einheit?“

 Ausführlich diskutierten Mannschaft und Fans das Ergebnis in Meppen.
Ausführlich diskutierten Mannschaft und Fans das Ergebnis in Meppen. FOTO: Eibner Pressefoto / Wenzel /Eibner-Pressefoto
Meppen. Dritte Niederlage in Folge, Energie Cottbus rutscht immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Nach dem 0:3 beim SV Meppen gab es heftige Diskussionen zwischen Mannschaft und Fans. Die Meinungen waren weit gespalten. Von Jan Lehmann

Die Emotionen schlugen hoch: Nach der 0:3-Niederlage beim SV Meppen lieferten sich Energie-Profis und FCE-Fans einen offenen Schlagabtausch am Stadionzaun. Bei der Diskussion über die dritte Niederlage in Folge waren auf Cottbuser Seite vor allem Fabio Viteritti und Dimitar Rangelov die Wortführer, auch Kevin Rauhut diskutierte lange mit den Anhängern.

Er berichtete: „Die Fans haben uns ihren Unmut mitgeteilt, und der ist uns völlig verständlich. Die stehen früh um drei Uhr auf und reisen hier an. Dann kriegen sie so ein enttäuschendes Ergebnis zu sehen. Dann ist es normal, dass man die Wut rauslässt.“ Nicht alle Cottbuser Anhänger blieben sachlich, viele hatten sich vor allem auf Streli Mamba und dessen erneut vergebene Großchance eingeschossen. Einer fragte laut hörbar: „Seid ihr und Wollitz überhaupt noch eine Einheit?“

Die meisten rot-weißen Anhänger jedoch unterstützten ihre Mannschaft. „Kopf hoch!“ war immer wieder zu hören. Kevin Rauhut erklärte: „Ich glaube, es war alles im Rahmen. Das müssen wir einfach schlucken. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken. Das sind zwar Floskeln, die niemand hören will. Aber es ist so. Wir dürfen uns jetzt nicht zerfleischen, es sind immer noch 15 Spiele.“

Auch Neuzugang Robert Müller konnte die Diskussionen nachvollziehen, betonte aber: „Wir können den Frust der Fans verstehen, die fahren acht Stunden hierher, geben viel Geld aus und wir verlieren 0:3. Aber dieses Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht richtig wieder. Wir waren gut im Spiel, anfangs sogar besser als Meppen. Die Mannschaft hat niemals aufgegeben.“

Und dennoch spitzt sich die Lage für Energie langsam zu. Beim Heimspiel am kommenden Samstag gegen 1860 München droht sogar der Absturz ans Tabellenende. Trainer Claus-Dieter Wollitz wiederholte deshalb direkt nach der Niederlage seinen Wunsch nach einem Schulterschluss in der Lausitz. „Wir müssen jetzt zusammenhalten, um durch diese Situation zu kommen.“

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