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| 11:08 Uhr

Fußball
FCE-Personalsorgen wegen Startsev-Sperre

Umstrittene Entscheidung: Schiri Wolfgang Haslberger zeigt Rot gegen Andrej Startsev (r.).
Umstrittene Entscheidung: Schiri Wolfgang Haslberger zeigt Rot gegen Andrej Startsev (r.). FOTO: imago/foto2press / Manfred Heyne
Cottbus. Energie Cottbus muss nach dem umstrittenen Platzverweis zwei Spiele auf Andrej Startsev verzichten. Vor dem Derby gegen Jena gibt es Personalsorgen in der Abwehr. Von Frank Noack

Der umstrittene Platzverweis von Andrej Startsev sorgt für Personalsorgen bei Energie Cottbus. Der Rechtsverteidiger musste am vergangenen Samstag bei der 1:3-Niederlage bei Fortuna Köln in der 3. Fußball-Liga vorzeitig vom Rasen.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Startsev „wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner“ mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt. Der Spieler beziehungsweise der Verein haben dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig, teilt der DFB mit.

Dass Startsev den Kölner Michael Eberwein in der 78. Minute bei einem Zweikampf im Mittelfeld foulte, gilt dabei als unstrittig. Die Rote Karte als Strafmaß sei jedoch überzogen gewesen, kritisiert auch der ehemalige Schiedsrichter Babak Rafati in seiner Experten-Analyse für das Online-Portal liga3-online.de: „Natürlich wird Eberwein von Startsev am Knöchel getroffen, dabei ist aber keine Dynamik oder Brutalität zu erkennen, sodass Eberwein sich auch nicht weiter verletzt, wie man an seiner Reaktion gut erkennen kann.“ Nach Ansicht von Rafati wäre eine Gelbe Karte deshalb „vollkommen ausreichend gewesen“.

Laut Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz seien am Samstag selbst die Spieler von Fortuna Köln über den Platzverweis verwundert gewesen und hätten dies auf Nachfrage auch so kommuniziert. Wollitz hatte nach Schlusspfiff diese Reaktion des Gegners ausdrücklich gelobt. „Die Kölner Spieler haben sofort mitgeteilt, dass es keine Rote Karte war. Das ist nicht selbstverständlich“, bedankte sich Wollitz.

Andrej Startsev wird Energie sowohl am Samstag im Ostderby gegen Carl Zeiss Jena (14 Uhr) als auch im nächsten Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern fehlen. Da auch Neuzugang Lars Bender als möglicher Ersatz für Startsev aufgrund von muskulären Beschwerden noch nicht wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann, gibt es Personalsorgen auf der rechten Abwehrseite.

Gegen Jena kommen damit wohl nur zwei Alternativen in Betracht: Entweder Wollitz zieht Kevin Weidlich aus dem Mittelfeld in die Verteidigung zurück oder Marcel Baude rückt ins Team. Baude hat in der laufenden Saison allerdings erst ein Spiel über die volle Distanz bestritten. Darüber hinaus steht für ihn lediglich ein Kurzeinsatz zu Buche.

Auch Maximilian Zimmer und Philipp Knechtel (jeweils Knieprobleme) konnten in dieser Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Ihr Einsatz gegen Jena ist sehr fraglich. Daniel Stanese fällt aufgrund einer Innenbanddehnung sowie Übelkeit weiterhin aus.

Energie verliert in Köln FOTO: