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| 15:59 Uhr

Fußball
FCE-Neuling Bender punktet bei den Fans

Bei der Auswärtsniederlage in Karlsruhe (0:2) gab Lars Bender sein Debüt im Trikot des FC Energie.
Bei der Auswärtsniederlage in Karlsruhe (0:2) gab Lars Bender sein Debüt im Trikot des FC Energie. FOTO: Christiane Weiland
Cottbus. Nach der Arbeitslosigkeit will der Abwehrspieler Lars Bender mit Energie die Klasse halten. Sein Einstand war ordentlich, aber ausbaufähig. Von Frank Noack

Lars Bender ist auf den Hund gekommen – das hängt jedoch nicht mit seinem Wechsel zu Energie Cottbus zusammen. Der 30-jährige Neuzugang gab am Samstag bei der 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den Karlsruher SC sein Debüt im FCE-Trikot. Angetan hat es ihm vielmehr ein Vierbeiner in der Familie. „Mal schauen, vielleicht werde ich mir auch einen eigenen Hund zulegen“, schmunzelt Bender.

Jede Menge Auslauf für den Vierbeiner wäre hier in der Lausitz ja auf jeden Fall vorhanden. Nach einem Sommer mit ungewisser beruflicher Zukunft kann Lars Bender jetzt zumindest bis Juni 2019 planen. So lange läuft sein Vertrag beim FC Energie. Erreicht der Neuzugang eine bestimmte Anzahl an Einsätzen in der 3. Liga, verlängert sich der Kontrakt automatisch um ein Jahr. „Ich freue mich, dass ich die Chance bekommen habe, wieder 3. Liga zu spielen“, erklärt Bender.

Sein Vertrag bei Fortuna Köln lief im Mai aus. Der Verein verzichtete überraschend auf eine Verlängerung, Bender war also arbeitslos. Der gebürtige Koblenzer hielt sich in seiner Heimatstadt bei der fünftklassigen TuS Koblenz fit. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er im Mai in Köln. Seitdem war nur „Training, Training, Training“ angesagt, blickt Bender auf diese eher unangenehme Phase für jeden Fußballprofi zurück.

Bei Energie Cottbus soll er die rechte Abwehrseite stabilisieren, die sich zuletzt zum veritablen Sorgenkind entwickelt hatte, weil der bislang hier gesetzte Andrej Startsev in einem Formtief steckt. Hinten rechts ist die erklärte Lieblingsposition von Lars Bender, der allerdings in der Defensive flexibel einsetzbar ist. „Diese Flexibilität ist Fluch und Segen zugleich. Aber auf der rechten Seite fühle ich mich am wohlsten“, erklärt er. Flexible Spieler wie Bender müssen damit leben, dass sie zwar auf mehreren Positionen eingesetzt werden – aber auf keiner Position so richtig heimisch werden und deshalb oftmals zugunsten der Spezialisten für die jeweilige Rolle wieder aus dem Team rutschen.

Ein solches Schicksal muss Bender vor seinem Heimspiel-Debüt an diesem Samstag gegen den FSV Zwickau (14 Uhr, Stadion der Freundschaft) erst einmal nicht fürchten. Denn die Leistung gegen den Karlsruher SC war ordentlich. Trainer Claus-Dieter Wollitz lobt die professionelle Einstellung des Neuzugangs, der mit seinen 30 Jahren zu den erfahreneren Spielern im Team des Drittliga-Aufsteigers zählt.

Knapp 200 Spiele in der 3. Liga können nur wenige FCE-Profis vorweisen. „Es war noch nicht alles so, wie es sein soll. Aber er bringt Stabilität und Erfahrung in die Mannschaft. Das hat man in vielen Szenen gesehen“, sagt Wollitz über den ordentlichen Einstand von Bender gegen Karlsruhe.

Und auch die Fans bescheinigen dem Mann mit der Rückennummer 23 einen ordentlichen Einstand, obwohl er im Wildparkstadion gleich zwei Großchancen ungenutzt ließ. In der wöchentlichen Umfrage nach dem „Energie-Spieler des Tages“ auf LR-Online gehen über die Hälfte der Stimmen an Lars Bender.

Vorerst lebt der Neuzugang noch allein im Hotel. Seine Freundin ist beruflich in Köln gebunden. Wie schnell Bender hier in der Lausitz heimisch wird, dürfte nicht zuletzt vom sportlichen Erfolg abhängen. Seine persönlichen Ambitionen orientiert er an der fußballerischen Realität für einen Aufsteiger: „Ich versuche, der Mannschaft weiterzuhelfen, damit wir gemeinsam das Ziel Klassenerhalt schaffen.“

Das wäre ein tierischer Erfolg im Mai 2019 – für Energie Cottbus und für Drittliga-Rückkehrer Lars Bender.

Was ist mit Rangelov?
In den Verhandlungen mit dem bulgarischen Angreifer Dimitar Rangelov (35) über ein erneutes Engagement beim FC Energie ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Das teilte der Verein am Mittwoch auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit.