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FCE-Frühstart sorgt weiter für Wirbel

Im Hinspiel gab es zwischen Energie Cottbus und RB Leipzig II ein torloses Remis.
Im Hinspiel gab es zwischen Energie Cottbus und RB Leipzig II ein torloses Remis. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der vorgezogene Punktspiel-Auftakt für den FC Energie sorgt weiter für Wirbel. Die Proteste der Fans zeigen nun erste Wirkung. Der Verband meldet sich zu Wort – und schiebt die Schuld auf die Polizei und die Vereine. Jan Lehmann

Nach der RUNDSCHAU-Berichterstattung um den vorgezogenen Punktspielauftakt für Energie Cottbus diskutieren nicht mehr nur die Fans heftig darüber, warum der FCE an einem Donnerstagmittag bei RB Leipzig II antreten soll. Nun mischt sich auch der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) in die Debatte ein. Auf der Homepage des NOFV heißt es: "Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass das Meisterschaftsspiel aufgrund polizeilicher Vorgaben am Donnerstag, 2. Februar, angesetzt wurde. Die Anstoßzeit um 13:30 Uhr erfolgt auf Wunsch beider Vereine."

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte am Rande des Testspiels gegen Krieschow lediglich bestätigt, dass dem FCE auch eine Anstoßzeit um 15.30 Uhr angeboten worden sei. Die habe der Verein allerdings abgelehnt - aus Sorge um die Sichtverhältnisse im Markranstädter Stadion am Bad. Dort gibt es zwar Flutlicht, das entspricht aber nicht den Cottbuser Vorstellungen.

Derweil formiert sich der Protest der Energie-Fans. Der RUNDSCHAU liegt beispielsweise ein Schreiben des FCE-Fans Mayk Hajek an den NOFV vor. Der Berliner wirft dem Verband "Wettbewerbsverzerrung" vor und schreibt, dass dem FC Energie ein "gefühltes Heimspiel vor 1000 Cottbuser Fans" versagt worden sei. Hayek hat einen simplen Vorschlag: "RB Leipzig hat doch ein tolles großes Stadion mit Rasenheizung und Flutlicht, in dem auch die Fangruppen gut und ohne großen Aufwand gut voneinander getrennt werden können."

RB zu Testspielen in London

Das Argument, dass der Rasenplatz im besagten Zentralstadion für die Leipziger Erstliga-Elf geschont werden müsse, zählt für ihn nicht. Hayek betont: "Ich erinnere mich gut an Zeiten, in denen RB Leipzig gegen die zweite Mannschaft des FC Energie im Stadion der Freundschaft gespielt hat und kurz darauf im selben Stadion Erst- bzw. Zweitligafußball gespielt wurde."

In Leipzig hingegen ist der ungewöhnliche Termin kein großes Thema. Die RB-Reserve befindet sich aktuell ohnehin in London. Dort stehen zwei Testspiele gegen die U23-Teams der Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur und FC Chelsea an.