ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:19 Uhr

Fußball
FCE-Fansprecher kämpfen gegen Zuschauerschwund

Die Ränge im Stadion der Freundschaft waren schon mal besser gefüllt. Trotz der Erfolgsserie kommen in dieser Saison weniger Zuschauer.
Die Ränge im Stadion der Freundschaft waren schon mal besser gefüllt. Trotz der Erfolgsserie kommen in dieser Saison weniger Zuschauer. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus hat seit einem Jahr zu Hause nicht mehr verloren. Doch diese Erfolgsserie sorgt in der Lausitz nicht unbedingt für Euphorie. Im Gegenteil: Die Zuschauer werden weniger. Eine Faninitiative will etwas dagegen tun.

(jal) Energie Cottbus hat in 16 Regionalliga-Heimspielen in Folge nicht mehr verloren – die letzte Niederlage datiert vom 12. März 2017 gegen Auerbach. Doch trotz der einjährigen Erfolgsserie notiert man beim in dieser Saison in der Regionalliga generell noch ungeschlagenen Spitzenreiter einen Zuschauerschwund. Aktuell steht der Schnitt bei 5163 Zuschauern pro Heimspiel. In der Vorsaison waren im Durchschnitt 5433 Gäste gekommen.

Für den Verein ist das eine bittere Entwicklung, weil so auch die Zuschauereinnahmen zurückgehen. Dabei ist Energie auf bestem Wege, die Aufstiegsspiele im Mai zu erreichen und damit womöglich die Rückkehr in die 3. Liga zu schaffen. Ist man in der Fußball-Lausitz erfolgsmüde geworden? Eine Initiative der Fan-Sprecher des FCE versucht nun, die Zuschauer wieder für die Spiele des Regionalligisten zu begeistern. In einem offenen Brief heißt es: „Die Mannschaft zeigt genau das, was von ihr immer gefordert wird – Kampf, Einsatz, Zusammenhalt, Wille bis zur letzten Sekunde und bisweilen für diese Liga sogar sehr ansehnlichen Fußball. Doch von Euphorie und Zusammenhalt für das große Ziel ist nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil. Es wird weiter gemeckert, gemotzt und gepfiffen, dass man sich nur verwundert die Augen reiben kann.“ (Hier geht es zum kompletten Brief der Fansprecher-Initiative.)

Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz hatte schon zu Jahresbeginn gewarnt: „Die Erwartungshaltung ist bei einigen viel zu hoch.“ Im Fan-Brief appellieren die Sprecher nun ans Publikum und jene, die bisher noch nicht ins Stadion gehen: „Egal, ob Tribüne oder Stehplätze. Die dritte Liga ist zum Greifen nah und dafür braucht unsere Mannschaft unseren Rückhalt und Support, und zwar nicht erst in den beiden Spielen Ende Mai.“

Ob dieser Appell auf Gehör stößt, kann man womöglich bereits am Sonntag sehen. Dann empfängt der FCE den Berliner AK (13.30 Uhr).