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FCE: Blaue Flecke und neuer Mut

Fanol Perdedaj (l.) erzielte das 2:0 für Energie.
Fanol Perdedaj (l.) erzielte das 2:0 für Energie. FOTO: Bock/FuPa Brandenburg
Cottbus. Am Tag nach dem heißen Pokalabend war beim FC Energie Cottbus "schlaue Regeneration" angesagt. So bezeichnet Trainer Stefan Krämer die Zielstellung, sich möglichst schnell von den Strapazen des 2:0-Sieges im Landespokal-Halbfinale beim SV Babelsberg zu erholen und sich auf die schwere Drittliga-Partie am Samstag beim MSV Duisburg (14 Uhr) vorzu bereiten. Frank Noack

Und das sah so aus: Sven Michel kam schon am frühen Morgen ins Stadion der Freundschaft, um seine musku lären Beschwerden behandeln zu lassen. Anschließend ging er auf eine Jogging runde durch den Eliaspark. Seine Mitspieler machten am Nachmittag ebenfalls einen Regenerationslauf: eine Gruppe 25 Minuten, die andere Gruppe 45 Minuten. "Das sind alles nur leichtere Einschläge. Blaue Flecke gehören bei so einem Pokalspiel dazu", sagt Krämer mit Blick auf die verschiedenen Blessuren. Und Torschütze Fanol Perdedaj ergänzt: "Duisburg ist ein anderer Gegner. Dieses Spiel wird noch schwerer. Wir müssen einhundert Prozent Vollgas geben."

Vollgas, um vielleicht doch noch einmal in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Immerhin hat Energie durch den Sieg gegen Babelsberg nicht nur einen großen Schritt in Richtung Landespokal-Gewinn gemacht, sondern auch neuen Mut für den Saisonendspurt in der 3. Liga getankt. Denn ein Selbstläufer war dieses Halbfinale trotz der Tore von Tim Kleindienst (43.) und Fanol Perdedaj (90.+3) nicht. Vor allem in der zweiten Halbzeit wurde Energie durch den Viert ligisten hart gefordert. Dass man trotzdem erstmals in diesem Jahr ohne Gegentor blieb, wertet Uwe Möhrle als positives Signal: "Wir haben kompakt verteidigt und sind den Gegner giftig angelaufen. Diese Tugenden haben uns in der Vorrunde stark gemacht."

Deshalb reist Energie zwar mit blauen Flecken, aber auch neuem Mut nach Duisburg.