ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 06:26 Uhr

Fußball
FCE bittet Fans um lautstarke Aufbauhilfe

Krampf lass nach! Fabio Viteritti lässt sich hier von Mannschaftsarzt Hartmut Thamke behandeln.
Krampf lass nach! Fabio Viteritti lässt sich hier von Mannschaftsarzt Hartmut Thamke behandeln. FOTO: Matthias Koch
Cottbus. Das Heimspiel gegen den SV Meppen wird nach der Pokalschlacht eine besondere Herausforderung für den Aufsteiger.

Dieses Spiel war am Ende ein einziger Krampf – allerdings im positiven Sinne. Vor allem in der Schlussphase des Pokal-Krimis von Energie Cottbus gegen den SC Freiburg am Montagabend im Stadion der Freundschaft dehnten und streckten viele Spieler immer wieder die müde Muskulatur, bevor sie sich mit letzter Kraft in Richtung Elfmeterschießen schleppten. Am Tag nach der 5:7-Niederlage des Drittligisten gegen den Bundes­liga-Vertreter sorgte sich FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz aber nicht so sehr um die körperliche Verfassung, sondern um die Psyche. „Wir alle fühlen uns nach diesem Spiel müde, sind enttäuscht und auch sauer“, erklärte Wollitz am Dienstag gegenüber der RUNDSCHAU.

Welches Team diese epische Pokalschlacht mit dem Happyend für die Gäste besser verkraftet, wird sich am kommenden Wochenende zeigen. Freiburg startet am Samstag mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in die neue Bundes­liga-Saison. Energie erwartet ebenfalls am Samstag in der 3. Liga den SV Meppen im Stadion der Freundschaft (14 Uhr). Erst Freiburg, jetzt Meppen – viel größer könnte der Kontrast für den FCE nicht sein. Wollitz – dem die Niederlage ebenfalls mächtig zugesetzt hat – ahnt schon jetzt, dass dieses Spiel vor allem eine Frage des Kopfes werden dürfte und hofft deshalb auf eine zumindest annähernd so lautstarke Unterstützung wie beim Fußballfest am Montagabend: „Wir brauchen gerade in diesem Spiel die Unterstützung unserer Fans. Sie können der Mannschaft über den toten Punkt helfen. Wenn die Fans die Mannschaft so unterstützen wie gegen Freiburg, dann gibt das Kraft, Mut und Selbstvertrauen.“

Am Mittwoch haben die Spieler frei, um sich erholen zu können. Eigentlich wollte Wollitz trainieren, setzte die Übungseinheit nach den Eindrücken des Freiburg-Spiels dann aber wieder ab. Denn Energie investierte viel Kraft und Nerven in dieses Pokalduell – und scheiterte dennoch erneut in der 1. Runde. Vor einem Jahr war gegen den VfB Stuttgart ebenfalls im Elfmeterschießen Endstation. Auch diesmal hatte der Außenseiter den Favoriten am Rande der Sensation. Nach dem Führungstreffer durch Marcelo (47. Minute) fiel erst kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit der Ausgleichstreffer durch Mike Frantz (90.). Auch in der Verlängerung war es laut Freiburg-Trainer Christian Streich „ein Spiel auf Augenhöhe“ vor der phantastischen Kulisse von 15 245 Zuschauern. Das Tor von Nils Petersen (99.) konterte der überragende Fabio Viteritti mit dem 2:2-Ausgleich (103.).

Maximilian Zimmer gab anschließend das Motto für den Samstag aus: „Wir können mitnehmen, dass wir immer wieder zurückkommen können. Und, dass wir mit dem ­Publikum im Rücken viele schwierige Situationen lösen können.“