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| 13:44 Uhr

FC Energie geht mit Merkel-Raute ins Jubiläumsjahr

Cottbus. Energie Cottbus geht mit der Merkel-Raute und viel Selbstironie ins Jubiläumsjahr 2016. Mit der „ersten Neujahrsansprache eines Fußballvereins“ nehmen sich die Lausitzer selbst auf die Schippe und schüren die Vorfreude auf ihren 50. Vereinsgeburtstag.

Ein bisschen Spaß darf zu Beginn des Jubiläumsjahres ruhig sein. Genau wie ihr Ehrenmitglied, Bundeskanzlerin Angela Merkel, halten die Energie-Profis bei ihrer Neujahrsansprache die beiden Hände kurz unterm Bauchnabel zu einer Raute geformt. Eine typische Geste. Und auch ansonsten nehmen die Fußballer die Politikeransprachen zum Neujahr - aber eben auch sich selbst auf die Schippe.

In dem Video, das der Verein mithilfe des Cottbuser Dokumentarfilmers Stefan Göbel ("Vehement Cottbus") produziert haben, heißt es zum Beispiel: "Liebe Mit-, Gegen-, und Taschenspieler, ein fußballerisch einigermaßen ereignisloses Jahr geht zu Ende." Ohne Aufstiegshoffnung und Abstiegsängste sei es irgendwie langweilig im Niemandsland der Tabelle gewesen, befinden die Profis wie Torsten Mattuschka oder Uwe Möhrle in dem selbstironischen Zusammenschnitt.

Fürs Jahr 2016 wünsche man "allen Fußballern und -rinnen" nun deshalb schöne Tore, stabile Defensivreihen, volle Hütten, treue Fans, zahlungskräftige Sponsoren und sportliche Ziele, die realistisch sind. Der fröhliche Gruß an die kommenden Gegner ist zudem eindeutig: "Ihr dürft gern alles gewinnen - außer gegen uns. Das wäre doof."

Zudem sollen alle, die demnächst 50 Jahre alt werden, "so fit und lebendig wie unser Verein" bleiben. Der FC Energie feiert am 31. Januar seinen großen Vereinsgeburtstag mit einem Festakt im Cottbuser Staatstheater. Mit diesem Video schürt der Club die Vorfreude auf diese Feier und zeigt, dass er trotz schwieriger Rahmenbedingungen immer wieder für positive Überraschungen gut ist.

Die sollen 2016 auch wieder auf dem Spielfeld abgeliefert werden. Damit die Profis in der nächsten Neujahrsansprache dann möglicherweise auf ein aufregendes Jahr mit Aufstiegshoffnungen zurückblicken können. Das würde sicher auch Angela Merkel gefallen. Jan Lehmann