ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:09 Uhr

Fussball
Erster Schritt zur Ausgliederung beim FCE

Fabio Viteritti (M.) und der FCE sind in die 3. Liga aufgestiegen.
Fabio Viteritti (M.) und der FCE sind in die 3. Liga aufgestiegen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Am Freitag soll bei der Mitgliederversammlung des FC Energie die Vereinssatzung geändert werden. Ein Paragraph verspricht dabei besonders viel Spannung. Von Jan Lehmann

Selten war es so ruhig vor einer Mitgliederversammlung bei Energie Cottbus wie dieses Mal. Kein Antrag wurde eingereicht, nur wenige Mitglieder nutzten ihr Recht, die  Bilanz fürs Geschäftsjahr 2017 einzusehen. „Es herrscht Ruhe im Verein“, sagt Energie-Präsident Michael Wahlich, der mit der Mannschaft am Donnerstag den Landespokal bekam und sich ins goldene Buch der Stadt Cottbus eintragen durfte.

„Wir haben die meisten Sorgen der Mitglieder schon auf kurzem Wege geklärt“, erklärt Wahlich, der mit einer ruhigen Versammlung am Freitgabend (18 Uhr) in der Turnhalle am Stadion rechnet. Anders als in den beiden Jahren davor: 2016 stand nach dem desolaten Abstieg alles auf dem Prüfstand, der damals neue Präsident musste erst das Vertrauen gewinnen. Und 2017 ging es darum, eine Sonderumlage und eine Beitragserhöhung zu beschließen. „Dass dies so reibungslos ablief, habe ich damals als großen Vertrauensvorschuss empfunden“, sagt Wahlich im Rückblick.

Und 2018? Auch da gibt es einen spannenden Punkt: Das Präsidium möchte eine Satzungsänderung absegnen lassen. Dabei geht es zum Großteil um Formalien. Doch zumindest die Änderung in Paragraph 26 ist interessant. Dort wird konkretisiert, dass der Verein mit  Zustimmung der Mitglieder künftig Mannschaften, Geschäftsbereiche oder Abteilungen als Kapitalgesellschaften ausgründen darf.

Heißt das, dass Energie bald die Lizenzspielerabteilung ausgliedert? Wahlich sagt im RUNDSCHAU-Interview: „Am Freitag geht es vorerst nur um die Satzungsänderung. Erst danach könnten wir diesen Schritt angehen. Aber: Ich bin der Meinung, er ist unabdingbar.“ Man darf gespannt sein, ob die derzeitige Ruhe im Verein auch bei diesem Thema Bestand hat.

Auch Präsident Michael Wahlich (r.) trug sich in das Goldene Buch ein.
Auch Präsident Michael Wahlich (r.) trug sich in das Goldene Buch ein. FOTO: Michael Helbig