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| 20:09 Uhr

Erschreckende Szenen beim Auswärtsspiel des FC Energie (Mit Video)

Schlimme Szenen in Babelsberg. Schwarz gekleidete Randalierer sorgten für eine gespenstische Atmosphäre beim Derby.
Schlimme Szenen in Babelsberg. Schwarz gekleidete Randalierer sorgten für eine gespenstische Atmosphäre beim Derby. FOTO: Bock/FuPa
Potsdam. Vermummte Randalierer stürmen den Rasen in Babelsberg und bringen das Regionalliga-Spiel an den Rand des Abbruchs. Energie Cottbus droht eine harte Strafe, der Verein wirkt hilflos. Aus Potsdam berichtet Frank Noack

Erschreckende Szenen beim Auswärtsspiel des FC Energie am Freitagabend in Potsdam-Babelsberg: Vermummte Randalierer aus dem Cottbuser Block stürmten den Rasen und sorgten mit Raketen und Kanonenschlägen für eine gespenstische Atmosphäre. Schiedsrichter Lars Albers musste die Regionalliga-Partie beim SV Babelsberg zweimal unterbrechen - sie stand kurz vorm Abbruch.

Die in schwarz gekleideten Störer klettern nach 20 Spielminuten auf den Zaun. Auch im Babelsberger Block wurde Pyro-Technik gezündet, die Polizei musste danach auf den Rasen und einen Platzsturm verhindern. Einige der Randalierer wurden sofort abgeführt.

Nach der Halbzeitpause gab es erneut Ärger. Wieder Vermummte auf dem Rasen, wieder Raketen und Angst einflößende Böller. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, als die schwarz-vermummte Gruppe erneut auf das Spielfeld wollte.

Während der Unterbrechung diskutierte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz aufgebracht mit einigen Anhängern im Cottbuser Block, Kapitän Marc Stein suchte ebenfalls das Gespräch. Doch der Verein, der nach einer von Cottbusern verursachten Spielunterbrechung in Bautzen ohnehin eine Strafe des Nordostdeutschen Fußballverbandes befürchten muss, wirkt hilflos. Schon seit Wochen schwelt der Disput mit den Gruppierungen "Inferno Cottbus" und "Unbequeme Jugend".

FCE-Geschäftsführer Normen Kothe erklärte: "Wir begrüßen das rigorose Vorgehen der Polizei gegen die Störer und hoffen, dass die diese zweifelsfrei festgestellt wurden. Diese Personen wollen kein Fußballspiel sehen und kennen anscheinend keine rechtsstaatlichen Grenzen mehr. Ihnen ist augenscheinlich nur durch Polizei und Gerichte beizukommen." Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), der beim FCE im Verwaltungsrat sitzt, erklärte: "Das gehört nicht zum Fußball und auch nicht zum FC Energie." Er sei froh, dass sich "wahre FCE-Fans" deutlich abwendeten und so gegen die Ausschreitungen protestierten.