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Energiefelder sollen dem FCE neue Spenden bringen

Energie will das Areal im Südstadion aufwerten.
Energie will das Areal im Südstadion aufwerten. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energieclub 90 sucht mit einer Initiative im Internet weitere Unterstützer für den Kunstrasenplatz im Nachwuchsleistungszentrum Jan Lehmann

Die "Explosion der Transfersummen" hatte die RUNDSCHAU zuletzt getitelt. Grund dafür war der 30-Millionen-Euro-Deal, durch den Angreifer Anthony Modeste vom 1. FC Köln zum chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian transferiert wurde.

Schlappe 160 000 Euro benötigt der FC Energie für den neuen Kunstrasenplatz, der bereits im Nachwuchsleistungszentrum im Südstadion gebaut wird. Eine Summe, die für einen Fußballclub angesichts dieser Modeste-Millionen doch irgendwie überschaubar scheint.

187 und einen halben Kunstrasen-Platz könnte man übrigens von dieser Transfersumme für den 29-jährigen Franzosen bauen. Doch Energie, das vor nicht einmal fünf Jahren noch einen Zweitliga-Auswärtssieg beim 1. FC Köln (1:0; Torschütze Boubacar Sanogo) feierte, ist als Viertligist vom rheinischen Europa-League-Teilnehmer inzwischen so weit entfernt wie Cottbus von diesem chinesischen Tianjin. Und deshalb sind diese 160 000 Euro für den FCE inzwischen eine ziemlich große Summe.

Schon seit Anfang des Jahres sammelt der Club Spenden, um den für die Cottbuser Nachwuchsarbeit so wichtigen Platz ohne neue Schulden zu finanzieren. Das gesamte Vorhaben kostet insgesamt 500 000 Euro. Energie kann insgesamt 340 000 Euro an Fördermitteln in Anspruch nehmen.

Doch eine gemeinsame Initiative mit der Handwerkskammer erreichte bisher nicht die gewünschte Summe. Darum hat sich jetzt der Energieclub 90 der Sache angenommen. Der Club der mittleren und kleineren Sponsoren des Vereins, der seit der Nachwende-Zeit vor allem die Nachwuchsarbeit beim FCE unterstützt, geht mit einer nicht ganz neuen, aber womöglich Erfolg versprechenden Idee ins Rennen.

Auf der Internetseite Dein-Energiefeld.de kann jeder Unterstützer, wenn man so will, ein Stück vom neuen Kunstrasenplatz für sich reklamieren. 100 Euro kostet ein Energie-Feld, insgesamt sollen 1600 kleine Quadrate verkauft werden. Ralf Henkler, Leiter der Wirtschaftsregion Cottbus-Niederlausitz vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) treibt diese Idee als Vorstandsmitglied des Energieclub 90 voran: "Jeder FCE-Fan kann da mit einer kleinen Spende eine große Wirkung erzielen", beschreibt er den Plan.

Eine virtuelle Karte zeigt die Gönner - und auch die bisher eingespielte Geldsumme an. Am Montag waren das immerhin 10 500 Euro. Neben Firmen haben sich auch bereits einige Privatpersonen ihr persönliches Energiefeld gesichert.

Unter anderem das FCE-Urgestein Max Pannasch. Die knappe Begründung des 78-jährigen Ehrenmitglieds des FCE für diese Spende: "Energie ist mein Verein." Ralf Henkler und seine Mitstreiter beim EC 90 hoffen, dass noch mehr Energie-Fans so denken - und, dass es so eine zumindest kleine "Explosion der Spenden" geben wird.

www.dein-energiefeld.de

Zum Thema:
Mit durchschnittlich 20 000 Euro jährlich sowie mit Sachleistungen, Ausbildungs- und Arbeitsplätzenfördert der Energieclub 90 die Nachwuchsabteilungen des FCE. Der Club vereinigt klein- und mittelständische Unternehmen, Ärzte, Juristen aber auch Privatpersonen und Pensionäre. Der Jahresbeitrag beim EC 90 beträgt 300 Euro, dabei ist der Energie-Mitgliedsbeitrag schon inklusive.