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| 11:14 Uhr

Fußball
Wollitz will keinen Stürmer „auf Pump“

Was kommt hinter Streli Mamba (M.)? Derzeit nicht viel.
Was kommt hinter Streli Mamba (M.)? Derzeit nicht viel. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Ausfall von Kevin Scheidhauer hat die Sturm-Sorgen von Energie Cottbus verschärft. Muss der Aufsteiger jetzt auf dem Transfermarkt tätig werden? Doch die finanzielle Situation ist schwierig. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Das Dilemma zeigte sich in den vergangenen Tagen gleich doppelt: Sowohl bei der Pokal-Niederlage gegen den SC Freiburg als auch beim 1:1 (1:0) am Samstag gegen den SV Meppen fehlte es Energie Cottbus an Offensiv-­Alternativen auf der Bank. „Entscheidend ist, dass wir nicht nachladen können, in der Offensive ist nix da. Da müssen wir nicht drum herum reden“, erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Gegen Freiburg musste Kevin Scheidhauer kurz nach seiner Einwechslung schon wieder raus. Eine Verletzung am Sprunggelenk setzt den Stürmer seitdem außer Gefecht. Und Felix Geisler machte gegen Meppen als Einwechsler kurz vor Schluss einen folgenschweren Fehler, der zum 1:1-Ausgleich führte. Dazu kommt, dass mit Streli Mamba der Torjäger vom Dienst derzeit ebenfalls seiner Topform der vergangenen Saison hinterherläuft.

Holt Energie Cottbus also noch Verstärkung für den Sturm? Zumal der Verbleib von Mamba in der Lausitz erst nach dem Transferschluss am kommenden Freitag endgültig sicher ist. Trotzdem geht die Tendenz dahin, kurzfristig keinen Neuen zu holen – weil das Geld fehlt. „Es müsste über Fremdfinanzierung laufen. Aber das ist dann auch wieder auf Pump. So ist das ja schon seit Jahren gelaufen. Auf Pump möchte ich aber keinen Spieler holen“, betont Trainer Wollitz.

Durch die Verletzung von Kevin Scheidhauer ist die Situation allerdings noch komplizierter geworden. Er wurde am Sonntag in Greven am linken Sprunggelenk operiert. Die Operation sei „gut verlaufen“, teilte der Verein mit. „Die Ausfallzeit ist derzeit noch unbestimmt.“

Offen ist auch, ob Trainings-Rückkehrer Dimitar Rangelov eine Option für den FCE werden könnte.