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| 02:40 Uhr

Energie will für die Fans zu Hause siegen

Auch gegen Bautzen standen die Energie-Fans trotz dürftiger Leistung hinter dem Team. "Unfassbar", findet Trainer Wollitz.
Auch gegen Bautzen standen die Energie-Fans trotz dürftiger Leistung hinter dem Team. "Unfassbar", findet Trainer Wollitz. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Diese Anstoßzeit ist und bleibt ein Ärgernis. Trotzdem werden rund 400 Energie-Fans die Mannschaft am Donnerstag zum Spiel bei Tabellenführer Jena begleiten. Die Daheimgebliebenen will Trainer Wollitz entschädigen – mit einem Auswärtssieg! Frank Noack

Ausgerechnet das bislang wichtigste Spiel für Energie Cottbus in dieser Regionalliga-Saison sorgt weiterhin für Ärger. Denn die Vorfreude auf das Duell bei Tabellenführer Carl Zeiss Jena an diesem Donnerstag wird getrübt durch die Anstoßzeit. Mitten in der Woche um 17 Uhr - fanunfreundlicher geht es nicht. "Jena und Cottbus sind zwei Traditionsvereine. Sie hätten es verdient, dann zu spielen, wenn möglichst viele Fans die Möglichkeit haben dabei zu sein", erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Alle anderen Partien des 9. Spieltages werden am Wochenende ausgetragen. Nur das spannendste Duell findet schon am Donnerstag statt, weil sich die Thüringer Polizei dem Vernehmen nach aufgrund von Terminüberschneidungen sonst nicht in der Lage sieht, das Spitzenspiel des Tabellenersten gegen den Vierten ab zusichern. Und da das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena über keine Flutlichtanlage mehr verfügt, hat der Nordostdeutsche Fußball-Verband die Partie notgedrungen auf 17 Uhr angesetzt.

"Viele Fans haben mich angesprochen und ihre Enttäuschung mitgeteilt. Auch darüber, dass wir diesem Termin zugestimmt haben", sagt Wollitz. "Aber es gab keine andere Möglichkeit. Wenn wir dort nicht antreten würden, dann wären die drei Punkte weg."

Trotz der ärgerlichen Anstoßzeit wurden bereits 200 Karten für den Gästefanblock abgesetzt. Energie rechnet mit 300 bis 400 Anhängern in Thüringen.

Jene Anhänger, die nicht mitreisen können, will Wollitz entschädigen - und zwar mit einem Auswärtssieg! "Ihnen möchten wir diese drei Punkte schenken. Das ist für uns eine zusätzliche Motivation", kündigt der FCE-Coach an.

Zumal die Anhänger schon am Sonntag beim Heimspiel gegen Budissa Bautzen in Vorleistung gegangen sind. Trotz dürftiger Leistung der Mannschaft beim am Ende glücklichen 1:0-Sieg standen die Fans in den gesamten 90 Minuten hinter dem Team. "Für das, was wir in diesem Spiel angeboten haben, war das einfach unfassbar", meint Wollitz.

Zu einer normalen Anstoßzeit hätte das Spiel am Donnerstag wahrscheinlich vor einer großen Kulisse stattgefunden. Denn in der Zuschauer-Tabelle liegt Jena mit 3460 Besuchern pro Heimpartie auf Rang drei hinter dem FC Energie (5042) sowie Lok Leipzig (4577). Kein Wunder, dass sich Wollitz mit der Anstoßzeit überhaupt nicht anfreunden kann. "Solche Ansetzungen machen den Fußball noch mehr kaputt", kritisiert er.

Übrigens: Natürlich nicht nur für alle Daheimgebliebenen bietet die RUNDSCHAU wieder einen Liveticker am Donnerstag aus Jena an. MDR und rbb übertragen die Partie live im Internet.