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RUNDSCHAU-Schnellcheck
FC Energie kurz vor der Meisterfeier

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Mit einem Sieg beim FSV Luckenwalde kann Energie Cottbus am Mittwoch (19 Uhr) vorzeitig die Regionalliga-Meisterschaft klarmachen. Trainer Wollitz erwartet deshalb eine „top Einstellung“ seines Teams. Ein Verletzter kehrt zurück. Die RUNDSCHAU fasst die Pressekonferenz vor dem Spiel zusammen. Von Jan Lehmann

Das Spiel: Obwohl das Spiel am Mittwochabend (19 Uhr/live im RUNDSCHAU-Ticker bei FuPa Brandenburg) stattfindet, ist es keine Nachholpartie. Der Tabellenletzte FSV Luckenwalde empfängt Energie Cottbus im Werner-Seelenbinder-Stadion zu einer Begegnung des 30. Spieltags. Im Hinspiel gewann Energie 2:0 und bestand damit einen Charaktertest.

Die Personalien: Tim Kruse ist nach seiner Wadenverletzung wieder einsatzbereit. Der Brasilianer Marcelo fehlt weiterhin. Er kann nach einem Foulspiel im harten Regionalliga-Derby beim SV Babelsberg seinen Zeh noch immer nicht richtig bewegen und wird beim Neurologen behandelt. Andrej Startsev ist nach seiner abgesessenen Sperre wieder dabei. Weiterhin nicht einsatzbereit ist Fabian Graudenz nach seinem Innenbandriss. Ihm geht es laut Trainer Claus-Dieter Wollitz aber schon deutlich besser. Auch Benjamin Förster (Leisten-Operation) sei auf gutem Wege. Für Björn Ziegenbein (Reha nach Knie-Operation) ist die Saison ohnehin bereits beendet.

Die Gegner-Einschätzung: Luckenwalde steht bereits als Absteiger fest. Der FSV hat in dieser Saison nur ein Spiel gewonnen und bereits 80 Gegentore kassiert. Trainer Wollitz warnt zwar: „Wenn man einen Gegner unterschätzt, dann respektiert man ihn nicht. Sollten wir so spielen wie Sonntag in der 1. Halbzeit gegen Fürstenwalde, werden wir nicht gewinnen. Luckenwalde wird morgen versuchen, nochmal ein Highlight zu bekommen.“ Aber der Coach betont auch: „Wir haben das Recht als Verantwortliche, in diesem Spiel eine top Einstellung unserer Mannschaft zu erwarten.“

Die Konstellation: Mit einem Sieg hätte Energie 76 Punkte, die kann Verfolger BFC Dynamo nicht mehr erreichen. Selbst ein Remis dürfte angesichts des deutlich besseren Torverhältnisses für den FCE schon reichen. Die Cottbuser, die vom ersten Spieltag an unangefochten auf dem ersten Tabellenplatz standen und in 28 Spielen bisher nur eine Niederlage erlitten haben, erreichen damit allerdings nur ein Zwischenziel. Der Aufstieg ist das große Ziel. In den Aufstiegsspielen geht es am 24. und 27. Mai gegen den Meister der Regionalliga Nord.

Und sonst noch? Auf seine Attacken in Richtung DFB-Präsident Reinhard Grindel und FLB-Chef Siegfried Kirschen hat Wollitz zumindest von offizieller Stelle keine Reaktion bekommen. Er erklärte am Dienstag süffisant: „Ich weiß nicht, ob man mir den Trainerschein wegnehmen kann.“ Von vielen Trainerkollegen aus der Regionalliga aber auch aus der 3. Liga sei die Resonanz aber sehr groß gewesen. Wollitz betont: „Ich habe da viel Zuspruch bekommen. Hinter den Kulissen danke ich den vielen Kollegen, die mir da Mut machen. Ich hätte es aber lieber, wenn sie sich öffentlich positionieren würden.“