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RUNDSCHAU-Schnellcheck
Marcelo fällt gegen Hertha-Reserve aus

Der Brasilianer Marcelo, hier im Hinspiel gegen Hertha BSC II, musste am Sonntag in Babelsberg verletzt ausgewechselt werden.
Der Brasilianer Marcelo, hier im Hinspiel gegen Hertha BSC II, musste am Sonntag in Babelsberg verletzt ausgewechselt werden. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus tritt am Mittwoch zum Regionalliga-Nachholspiel bei Hertha BSC II an - doch die Aufregung dreht sich um ein anderes Spiel. Die RUNDSCHAU fasst die wichtigsten Erkenntnisse von der Pressekonferenz vor dieser Partie zusammen. Von Jan Lehmann

Von Jan Lehmann

Das Spiel: Energie tritt am Mittwoch um 18 Uhr bei Hertha BSC II (Stadion am Wurfplatz in der Nähe des Olympiastadions) an. Es ist der zweite Versuch für diese Partie – die Begegnung muss wegen der witterungsbedingten Absage im März nun wiederholt werden. Im Hinspiel hatten die Cottbuser mit 2:0 gewonnen. Damals hatte eine ungewöhnliche Auszeit des Hertha-Trainers Ante Covic für Verwunderung beim Publikum gesorgt.

Die Personalien: Marcelo fällt auf unbestimmte Zeit aus. Nach einem Foulspiel am Sonntag in Babelsberg hat kann er seinen Fuß und Zeh nicht richtig spüren - ein Nerv ist eingeklemmt. Streli Mamba hat muskuläre Probleme und fällt wohl aus. Tim Kruse ist nach seiner Wadenverletzung auch noch nicht fit. Unklar ist der Einsatz von Kevin Weidlich, der aus dem harten Babelsberg-Spiel eine schwere Prellung mitgenommen hat. Weiterhin nicht dabei ist Fabian Graudenz. Für die beiden Langzeitverletzten Björn Ziegenbein (Reha nach Knie-Operation) sowie Benjamin Förster (Leisten-Operation) ist die Saison bereits beendet.

Die Gegner-Einschätzung: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte schon vor dem ursprünglich angesetzten Spieltermin seine Wertschätzung für die Hertha-Reserve ausgedrückt und war regelrecht ins Schwärmen geraten. Er schaue der Covic-Elf sehr gern zu, das habe immer etwas mit fußballerischen Lösungen und Entwicklung einer Mannschaft zu tun. Die Hertha-Reserve ist in diesem Jahr noch ungeschlagen. Zuletzt gab es ein glückliches 1:1 gegen den VfB Auerbach. Bundesliga-Profi Julian Schieber sorgte in der Schlussminute für den Ausgleich. Der Angreifer, der in 154 Bundesliga-Spielen bereits 26 Tore erzielt hat, kämpft sich derzeit nach einer langen Verletzungspause zurück in den Erstliga-Kader. Gut möglich, dass er am Mittwoch erneut zum Einsatz kommt. Ebenfalls möglich, dass mit Jonathan Klinsmann der Sohn des ehemaligen Weltmeisters und Bundestrainers Jürgen Klinsmann im Hertha-Tor steht.

Die Konstellation: Energie hat in der Regionalliga Nordost 15 Punkte Vorsprung auf den BFC Dynamo. Rein rechnerisch benötigen die Lausitzer noch zwölf Zähler, um endgültig Meister zu sein. Der BFC spielt am Mittwoch um 19 Uhr im Ludwig-Jahn-Sportpark gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf.

Und sonst noch? Am Dienstagvormittag hatten sich Vertreter des FC Energie sowie des SV Babelsberg und des Fußball-Landesverbandes Brandenburg getroffen, um den Termin für das Landespokal-Finale zwischen beiden Regionalliga-Vertretern festzulegen. Der Antrag des FCE auf eine Verlegung wurde abgelehnt - Trainer Claus-Dieter Wollitz reagierte darauf mit einer Wutrede und schickte eine Kampfansage in Richtung Babelsberg: „Ich werde die beste Kapelle auf den Platz schicken - mit der besten Motivation, die ich je einer Mannschaft gegeben habe.“